Schmidt verleiht der Exportförderung mehr Gewicht

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stockt das Personal in seinem Ministerium für die Exportförderung auf. Künftig soll sich ein Chefveterinär nur um den Export in Drittlandsmärkte kümmern. Damit will er eine Antwort auf das Drängen der Agrarwirtschaft nach mehr Unterstützung für den Agrarexport geben.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stockt das Personal in seinem Ministerium für die Exportförderung auf. Künftig soll sich ein Chefveterinär nur um den Export in Drittlandsmärkte außerhalb der EU kümmern. Damit will er eine Antwort auf das Drängen der Agrarwirtschaft nach mehr Unterstützung für den Agrarexport geben.

Schmidt kündigte auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin an, dass er eine neue Stabsstelle für den Agrarexport in seinem Ministerium geschaffen hat. Danach wird es künftig zwei Chefveterinäre im BMEL geben. Der eine wird sich nur auf den Export in den EU-Binnenmarkt kümmern. Die neu geschaffene Stelle hingegen soll sich ausschließlich mit den Export in Drittstaaten außerhalb der EU beschäftigen.

Der Minister sagte, dass er damit einen Wunsch aus der Wirtschaft aufgreift. „Das ist eine Antwort auf den Exportgipfel“, sagte Schmidt. Den Gipfel hatte Schmidt im November 2015 zusammen gerufen. Er ist Teil seiner Gespräche mit der gesamten Lebensmittelkette, die er in Folge der Krise auf den Agrarmärkten anberaumt hatte.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, nutzt die IGW um für einen besseren Zugang für Agrarprodukte auf internationale Märkte zu werben. Er bleibe dabei, dass vor allem der Einbruch bei den Agrarexporten Mitverursacher der Krise auf den Agrarmärkten sei. „Hauptgrund ist das Russland-Embargo, das ist einfach Fakt“, sagte Rukwied. Die Agrarwirtschaft ist aus seiner Sicht essentiell auf den Export angewiesen. „Ohne unsere Exportmöglichkeiten würde die wirtschaftliche Situation der Landwirte noch schlechter ausfallen“, prophezeite Rukwied auf der IGW.