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Vilsack: US-Landwirtschaft kann TTIP blockieren

US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack hat davor gewarnt, im Rahmen der Verhandlungen um eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) die Interessen der amerikanischen Farmer auszublenden.

Lesezeit: 2 Minuten

US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack hat davor gewarnt, im Rahmen der Verhandlungen um eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) die Interessen der amerikanischen Farmer auszublenden.


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Die US-Landwirtschaft sei politisch vielleicht nicht stark genug, um eine Übereinkunft in ihrem Sinne durchzusetzen, aber sie habe ganz sicher die Macht, die Ratifizierung eines ihr nicht genehmen Abkommens zu blockieren, drohte Vilsack am Rande der jährlichen landwirtschaftlichen Outlook-Konferenz der Europäischen Kommission in Brüssel.


„Wenn wir die schwierigen Themen ignorieren oder zu umgehen versuchen, wird es nach meiner Einschätzung kein TTIP geben“, so Vilsack mit Blick auf heikle Fragen wie den Umgang mit geografischen Angaben, mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) oder der antimikrobiellen Behandlung von Schlachtkörpern.


Über den eher mäßigen Fortgang der TTIP-Verhandlungen - ursprünglich war die Devise, bis Ende 2014 eine Einigung zu finden - zeigte sich Vilsack nicht besorgt. Die Landwirtschaft sei ohnehin oft eines der letzten Felder, über die entschieden werde. Trotzdem betonte der Amerikaner vor Journalisten, es sei weiter möglich, die Verhandlungen im Laufe von 2016 abzuschließen.


EU-Agrarkommissar Phil Hogan bezeichnete ein „gutes, ausgewogenes Abkommen“ mit den USA als Priorität der Gemeinschaft. Der Nutzen für beide Seiten könne enorm hoch ausfallen.


Zugeständnisse verlangt


„Aber wir wissen alle auch, dass der Agrarbereich eine echte Herausforderung darstellt“, so Hogan. Die USA seien in Bereichen, in denen EU-Erzeuger höhere Kosten hätten, äußerst wettbewerbsfähig. Der Ire zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass eine für die Agrar- und Ernährungswirtschaft tragbare Lösung gefunden werden könne. Um dies zu erreichen, müssten die Vereinigten Staaten aber auch Zugeständnisse machen.


Hogan fordert unter anderem einen größeren Marktzugang für europäische Milchprodukte, die durch Spitzenzölle und sanitäre Hürden ausgebremst würden. Ferner bekräftigte der Ire das Interesse Europas an einem Schutz geografischer Herkunftsangaben einschließlich der Weinbezeichnungen.

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