Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Newsletter
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Europawahl 2024 DLG-Feldtage 2024

News

Vorschlag: Agrarprämien an 20 % Eiweißpflanzen in der Fruchtfolge binden

Das Bundesagrarministerium stellt heute seine 22-seitige Eiweißpflanzenstrategie vor. Die AbL schlägt dazu vor, den Anbau von 20 % Leguminosen in der Fruchtfolge an die Auszahlung der Direktzahlungen zu binden. Alle bisherigen Programme seien gescheitert, so Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf.

Lesezeit: 2 Minuten

"Dass Leguminosen heute trotz der unbestreitbar vielen Vorteile kaum noch angebaut werden liegt schlicht daran, dass sich für die Betriebe der Anbau anderer Kulturen mehr lohnt. All die Förderprogramme der letzten Jahre haben daran nichts entscheidendes geändert, und auch noch so viele teure Forschungsvorhaben werden das nicht schaffen", meint Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im Vorfeld der heutigen Vorstellung der Eiweißpflanzenstrategie durch das Bundesagrarministerium.

 

Um die erwünschte starke Ausdehnung des Eiweißpflanzenanbaus zu erreichen, sei betriebswirtschaftlich eine klare relative Vorzüglichkeit für den Anbau notwendig, so der AbL-Vorsitzende. Im Zuge der aktuellen EU-Agrarreform müssten deshalb die Direktzahlungen daran gebunden werden, dass die Betriebe auf ihren

Ackerflächen mindestens alle fünf Jahre Leguminosen anbauen. „Es ist das Bundesministerium, das davon bisher nichts wissen will“, so der Landwirt. „Solange das Ministerium diesen entscheidenden Hebel aber ausschlägt, läuft die ganze Eiweißpflanzenstrategie ins Leere.“

 

Graefe zu Baringdorf rechnet vor: Werden in Deutschland auf den Ackerflächen alle fünf Jahre Leguminosen angebaut, würde das für die Folgefrüchte über 120.000 t Rein-Stickstoff in den Boden legen. Die Ersparnis chemischer Mineraldünger würde somit umgerechnet pro Jahr 400 Mio. Litern Diesel entsprechen. „Der Eiweißpflanzenanbau ist die entscheidende Maßnahme zur Ökologisierung der Landwirtschaft. Je früher wir

diesen Übergang von der ölgesteuerten hin zur solargestützten Lebensmittelerzeugung schaffen umso besser", stellt er fest.


Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Für die Blockade macht Graefe zu Baringdorf die chemische Industrie und die Futtermittelindustrie verantwortlich. (ad)

 

Die Redaktion empfiehlt

top + Willkommensangebot: 3 Monate für je 3,30€

Alle digitalen Inhalte und Vorteile eines top agrar Abos

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.