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Warum ist Z-Saatgut so teuer?

Im Wochenblatt Westfalen-Lippe fragte Leser Mark L., wie die hohe Preisdifferenz von Futtergerste zu Saatgutgerste zu erklären ist. Beim Händler habe er für die Dezitonne Z-Saatgut Wintergerste 57 Euro zahlen müssen. Für seine abgelieferte Futtergerste gab es im Sommer aber nur 16 Euro/dt.

Lesezeit: 3 Minuten

Im Wochenblatt Westfalen-Lippe fragte Leser Mark L., wie die hohe Preisdifferenz von Futtergerste zu Saatgutgerste zu erklären ist. Beim Händler habe er für die Dezitonne Z-Saatgut Wintergerste 57 Euro zahlen müssen. Für seine abgelieferte Futtergerste gab es im Sommer aber nur 16 Euro/dt.


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Die Antwort kommt von Holger Dietzsch von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Münster. So setze sich der Preis für Z-Saatgut aus verschiedenen Komponenten zusammen, die sich aus dem Produktionsprozess ergeben. Dieser umfasst zahlreiche Arbeitsschritte und Dienstleistungen der an der Erzeugung von Z-Saatgut beteiligten Partner; vom Kauf und der Aussaat des Basissaatgutes bis hin zum verkaufsfertigen Saatgut. Die folgenden Kostenbestandteile bestimmen dabei den Preis von Z-Saatgut:


  • Grundpreis des Saatgetreides
  • Vermehrervergütung (Zeit- und Kostenaufwand)
  • Aufbereitungs- und Reinigungskosten
  • Reinigungsabgang
  • Anerkennungsgebühren
  • Beize und Beizung
  • Absackung (Verpackung)
  • Züchterlizenz
  • Lohn- und Transportkosten
  • VO-Vergütung und Handelsspanne



Die Grundlage für die Kalkulation des Saatgutpreises bildet der Grundpreis des Getreides (nacherntegefestigter Getreidepreis). Mit einem Anteil von etwa einem Drittel ist der Grundpreis ein kostenbestimmender Faktor. Die jeweiligen Kostenbestandteile können in ihrer Höhe von Betrieb zu Betrieb und von Region zu Region variieren.


Bei langjähriger Betrachtung ist festzustellen, dass der Saatgutpreis eng mit den Konsumpreisen korreliert. Zu Abweichungen kann es durchaus kommen, wenn es sich um besonders stark nachgefragte Sorten handelt, bei knapper Versorgungslage, bei der Nachfrage nach Spezialbeizen oder wenn das Saatgut in kleinen Mengen aus großen Entfernungen mit dementsprechenden Frachtkosten beschafft werden muss. Aber auch die Qualität und die Region haben einen preisbestimmenden Einfluss. In der Praxis liegt der Preis für Z-Saatgut in diesem Herbst aufgrund der niedrigeren Konsumpreise und einer guten Marktversorgung unter dem des Vorjahres und das in einer Größenordnung von etwa 5 bis 8 Euro je 100 kg Z-Saatgut.

 

Ob ein Landwirt nun Z-Saatgut einsetzt oder ob Nachbau betrieben wird, soll jeder für sich selbst entscheiden, so Dietzsch weiter. Für den Kauf von Z-Saatgut zahlt der Landwirt eine Reihe von Dienstleistungen und kann dafür aber auch eine entsprechende Qualität erwarten. Wenn der Preis angemessen ist und die Qualität stimmt, lohnt sich der Einsatz von Z-Saatgut. Mit seinem Einsatz profitiert man laut dem Berater vom züchterischen Fortschritt und es fallen im Gegensatz zum Nachbau keine eigenen Arbeits- und Kostenaufwendungen für Lagerung, Transport, Reinigung und Beizung an. Darüber hinaus bietet Z-Saatgut eine gleichbleibende Qualität. Sollte doch einmal ein Mangel auftreten, hat man hier anders als beim Nachbau die Möglichkeit der Reklamation. (ad)


Lesen Sie heute außerdem:

Versorgung mit Z-Saatgut ist gesichert (18.10.2013)

 

 

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