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EU-Agrarministerrat/Klimaschutz

Welche Rolle übernimmt Landwirtschaft beim Klimaschutz?

Landwirtschaft als Klimakiller oder Klimaretter? Die EU-Agrarminister diskutieren bei ihrem Treffen in Helsinki den Beitrag der Landwirte zur Erreichung der Pariser Klimaziele

Lesezeit: 3 Minuten

Parallel zur UN Generalversammlung in New York mit dem Schwerpunkt Klimaschutz beraten die EU-Landwirtschaftsminister zu Wochenbeginn in Helsinki über die Neugestaltung der Rolle der Landwirtschaft zur Erfüllung der Pariser Klimaziele.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Diskussion steht die Frage, durch welche konkreten Projekte zur Kohlenstoffbindung im Boden eine nachhaltige Landwirtschaft künftig gewährleistet werden kann.

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An der informellen Agrarministertagung nimmt für Deutschland Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner teil.

Das festgelegte Ziel der EU lautet, bis zum Jahre 2030 mindestens 40 Prozent der Treibhausgase zu reduzieren gerechnet vom Basisjahr 1990. Bisher hat die EU 22 Prozent der Reduktionsziele erreicht

Um Klimaneutralität bis zur Jahrhundertmitte zu erreichen, fällt der Land- und Forstwirtschaft eine maßgebliche Rolle zu. Der Bindekraft von CO2 in den Agrarflächen und dem Forst Europas kommen dabei eine besondere Bedeutung zu.

Die europäische Landmasse wird fast zur Hälfte als Agrarflächen bewirtschaftet. Derzeit sind in der obersten Bodenschicht der landwirtschaftlich genutzten Flächen 51 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente gespeichert. Im Vergleich dazu betragen die jährlichen CO2-Emissionen der EU 4,4 Milliarden Tonnen.

In der obersten Bodenkrume steckt ein riesiges Potential Kohlenstoffsenke

Jegliche Veränderung von land- und forstwirtschaftlicher Nutzung und den damit einhergehenden Gewinnen oder Verlusten von CO2-Bindewirkung sind für die EU von entscheidender Bedeutung. Europas Landwirte spielen also eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz.

In der im Juli von der EU-Kommission veröffentlichten Mitteilung “Ein sauberer Planet für alle“ zur Klimaneutralität bis 2050 wird hervorgehoben, dass nur durch eine stabile CO2-Sequestration auch in landwirtschaftlichen Böden die Klimaziele erreicht werden können.

Die Brüsseler Behörde anerkennt ausdrücklich die Möglichkeiten der Ansammlung von Kohlenstoff in guter landwirtschaftlicher Praxis. Sie sollten in Zukunft stärker nutzbar gemacht werden, fordert die EU-Kommission.

Getreideanbauflächen stellen CO2-Problemzonen dar

Unter Vorsitz des finnischen Landwirtschaftsministers Jari Leppä wollen die Fachminister in Helsinki am Dienstag ihre best pratice-Beispiele in den EU-Staaten zur Sprache bringen und Strategien für die Zukunft erörtern.

Die Fähigkeit zur CO2-Absorption von landwirtschaftlichen Böden ist höchst unterschiedlich und variiert von 15 Gramm Kohlenstoff je Kilogramm Ackerkrume in den mediterranen EU-Ländern bis zu 50-80 Gramm/kg in Torfgebieten. Getreideanbauflächen und Umwidmung von Grasland können hingegen je nach Bewirtschaftungsintensität CO2-Problemfächen darstellen.

Ein weiter Schwerpunkt des zweitägigen Agrarministerrat-Treffens stellt am Montag die Bioökonomie dar. Der finnische EU-Ratspräsident Jari Leppä zeigt seinen Kollegen finnische Vorzeigeprojekte in diesem Zukunftsbereich für die europäische Landwirtschaft

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