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EUROPA/Antibiotikaresistenzen/EU-Tierarzneigesetzgebung

Weniger Antibiotika in Tierställen soll Menschenleben retten

Antibiotikaresistenzen (AMR) übertragen sich durch laxen Einsatz in der Veterinärpraxis durch Stallkeime auf den Menschen. Jährlich sterben 25.000 EU-Bürger an AMR-Folgen. Die Anfang der Woche vom EU-Ministerrat beschlossene EU-Tierarzneimittelgesetzgebung soll dem ab 2021 einen Riegel vorschieben.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Ministerrat hat am Montag in Brüssel grünes Licht gegeben für eine strengere EU-Tierarzneimittelgesetzgebung. Antibiotika dürfen demnach in Zukunft in der Tiermedizin nur noch in begründeten Fällen zur Prophylaxe in Einsatz kommen. Wertvolle Reserve-Antibiotika sollen für den Menschen vorbehalten und in der Tiermast nur noch in eng begrenzten Ausnahmefällen erlaubt werden.

Die EU will damit die grassierende Antibiotikaresistenz (AMR) beim Menschen eindämmen. Jährlich sterben weltweit 700.000 Menschen aufgrund von AMR, in der EU sind es rund 25.000.

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Landwirte sollen in der EU künftig in der Tiermast seltener Antibiotika verabreichen dürfen. So soll eine Ausbreitung von Keimen in der Nahrung reduziert werden. Das neue EU-Tierarzneimittelgesetz, das ab 2021 in Kraft treten soll, sieht den Einsatz antibakterieller Arzneien zur Vorbeugung nur auf einzelne Tier beschränkt vor.

Nur wenn keine Anzeichen einer Infektion vorliegen, dürfe künftig eine prophylaktische Verwendung in Ställen erfolgen. Der Antibiotika-Einsatz in der Tiermedizin soll stärker als bisher vom Tierarzt kontrolliert und nur in Fällen mit hohem Infektionsrisiko erlaubt werden.

Die Gefahr von Antibiotikaresistenzen betrifft neben der Humanmedizin vor allem auch die Veterinärmedizin, Tierhaltung und die Landwirtschaftliche Praxis. „Obwohl es in vielen Regionen verboten ist Antibiotika an Tiere zu verfüttern, geschieht dies leider noch immer. So kann es dazu kommen, dass selbst gesunde Tiere Antibiotika verabreicht bekommen und dadurch Resistenzen aufgebaut werden, die dann auf Menschen Übertragung finden“, erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD im Europaparlament, Tiemo Wölken.

„Antibiotikaresistenzen sind eine der drängendsten globalen Gefahren. Bislang werden doppelt so viele Antibiotika in der Tiermast wie in der Humanmedizin eingesetzt“, erklärte der agrarpolitische Sprecher der Grünen im EU-Parlament, Martin Häusling. Es sei ein großer Erfolg, dass Reserveantibiotika künftig den Menschen vorbehalten bleiben sollen. Bessere Haltungsbedingungen und die Separierung kranker Tiere seien geeignet, den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung drastisch runterzufahren, so Häusling.

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