Westfälische Bauern werfen Rukwied Tatenlosigkeit vor

Die Landwirte im Münsterland fühlen sich von DBV-Präsident Joachim Rukwied allein gelassen. Beim Kreisverbandstag in Ahlen sagte Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf, zum letzten Mal gesehen habe man Joachim Rukwied beim Kreisverbandstag vor genau einem Jahr.

Die Landwirte im Münsterland fühlen sich von DBV-Präsident Joachim Rukwied allein gelassen. Beim Kreisverbandstag in Ahlen sagte Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf, zum letzten Mal gesehen habe man Joachim Rukwied beim Kreisverbandstag vor genau einem Jahr. „Seitdem haben wir nicht mehr viel von ihm gehört. Da ist noch Luft nach oben“, zitieren ihn die Westfälischen Nachrichten.

Drastischer formulierte es Karl Große Erdmann, Landwirt aus Everswinkel, der dafür warb, schon mal nach einem Nachfolger zu suchen. „Sonst haben wir für die nächsten vier Jahre noch mal das gleiche Elend.“ Rukwied lasse sich selten sehen und spreche nicht die Sprache des bäuerlichen Durchschnittsbetriebes. „Aber unter den Landes-Bauernpräsidenten gibt es durchaus einige Lichtgestalten“. Viel Applaus gab es für diese Kritik in der voll besetzten Ahlener Stadthalle auch von den Junglandwirten.

Schrader: Reden Sie mit den WHES-Leuten

Als Gastredener war Dr. Lars Schrader, Leiter des Instituts für Tierschutz und Tierhaltung in Celle, geladen. Er referierte über die Kritik an der Tierhaltung. Zur Einleitung sagte Schulze-Zumloh: „Wir Landwirte sind es satt, täglich von einigen Ideologen der Öffentlichkeit zum Fraß vorgeworfen zu werden. Wir Bauern sind selbstkritisch. Aber pauschal an den Pranger gestellt zu werden, das haben wir satt.“  Dr. Schrader griff diese Worte auf. „Sie sollten sich aber mit den Leuten unterhalten, die auf der Grünen Woche unter dem Motto ,Wir haben es satt‘ (WHES) demonstrierten.“

Weitere Verbesserungen in der Tierhaltung seien möglich. Als Beispiel nannte Schrader einen „Catwalk für Sauen“ – also einen Laufsteg, der weich und daher angenehm für die Tiere ist. Ferner gab der Referent Tipps gegen das Schwanzbeißen in der Schweinehaltung und er warnte davor, auf große Würfe zu setzen, da die Ferkel aus großen Würfen meistens viel leichter und schwächer seien.

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