Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Bürokratieabbau Maisaussaat Stilllegung 2024

Marktbericht

FAO-Lebensmittelpreisindex sank im Juni erstmals seit zwölf Monaten

Der FAO-Getreidepreisindex gab im Juni um 3,5 Punkte oder 2,6% nach, der Pflanzenölpreisindex markierte ein Viermonatstief. Ebenso fielen die internationalen Notierungen für alle Milchprodukte.

Lesezeit: 4 Minuten

Der FAO-Lebensmittelpreisindex ist im Juni 2021 erstmals nach zwölf Monaten gefallen. Der Index erreichte im Durchschnitt 124,6 Punkte und lag damit 3,2 Punkte oder 2,5% unter dem Wert vom Mai, aber immer noch 31,5 Punkte oder 3,9% über jenem des entsprechenden Vorjahreszeitraumes, wie aiz.info unter Berufung auf die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mitteilt.

Der Rückgang im Juni spiegelte Preisrückgänge bei Pflanzenölen, Getreide und in geringerem Ausmaß in der Warengruppe Milch wider. Die allgemein höheren Fleisch- und Zuckernotierungen wurden dadurch mehr als aus geglichen.

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Der FAO-Lebensmittelpreisindex bildet monatliche Preisänderungen eines Korbs international gehandelter Nahrungsmittel ab.

Der FAO-Getreidepreisindex gab im Juni um 3,5 Punkte oder 2,6% auf durchschnittlich 129,4 Punkte nach. Dennoch liegt der aktuelle Wert 32,7 Punkte oder 33,8% über dem Niveau vom Juni 2020. Die internationalen Maispreise, die im Mai 2021 ihren höchsten Stand seit Jänner 2013 erreicht hatten, rutschten im Juni um 5% auf ein Level ab, das 72% über dem Vorjahreszeitraum liegt. In Argentinien gaben die Notierungen für Mais aufgrund höherer Erträge als bislang erwartet nach.

Auch in Brasilien brachte die fortwährende Ernte trotz Dürreschäden die Notierungen bei dieser Kultur unter Druck. In den USA sorgten zudem Regenfälle in einigen Anbaugebieten für rückläufige Notierungen gegen Ende des Monats. Auch die globalen Weizenpreise gingen im Juni um 0,8% leicht zurück, blieben aber um über 31% über den Vorjahreswerten. Schließlich sanken laut FAO auch die internationalen Preise für Gerste und Sorghum um 2,2% beziehungsweise 4,9%.

FAO-Pflanzenölpreisindex

Der FAO-Pflanzenölpreisindex markierte mit minus 17,2 Punkten oder 9,8% auf durchschnittlich 157,5 Punkte ein Viermonatstief. Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vormonat spiegelt vor allem niedrigere Preise für Palm-, Soja- und Sonnenblumenöl wider, so die Experten.

Bei Palmöl wurden im Juni ein zwölf Monate andauernder Aufwärtstrend durch Prognosen für Produktionssteigerungen in führenden Erzeugerländern und eine abgeschwächte Importnachfrage gestoppt. Auch bei Soja- und Sonnenblumenöl drückte ein gedämpfter weltweiter Bedarf die Preise. Bei Sojaöl belastete eine geringere Abnahme durch US-Biodieselproduzenten die Notierungen zusätzlich.

Dagegen hielten die internationalen Preise für Rapsöl dem allgemeinen Abwärtstrend in dieser Kategorie stand. Die FAO begründete das mit den Aussichten auf eine Nachfrageerholung in der Europäischen Union nach den Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen.

Milch: Zwölf Monate andauernder Aufwärtstrend gestoppt

Auch beim FAO-Milchpreisindex endete im Juni ein zwölf Monate andauernder Trend nach oben. Der Subindex verlor gegenüber Mai 1,2 Punkte oder 1% und erreichte im Durchschnitt 119,9 Punkte. Gleichzeitig lag der Wert 21,6 Punkte oder 22% über jenem des entsprechenden Vorjahresmonats.

Konkret fielen die internationalen Notierungen für alle im Index vertretenen Milchprodukte. Das größte Minus wurde für Butter verbucht. Die Gründe dafür sind laut FAO ein zügiger Rückgang der weltweiten Importnachfrage sowie eine leichte Zunahme der Lagerstände, insbesondere in Europa. Die Preise für Vollmilchpulver gingen aufgrund geringerer Einkäufe aus China und einer verlangsamten Nachfrage nach Spotlieferungen bei weltweit ausreichenden Exportverfügbarkeiten zurück.

Auch für Käse und Magermilchpulver wurde eine geringere weltweite Importnachfrage bei etwas höheren Exportangeboten aus den wichtigsten Produktionsregionen registriert.

Erneute Steigerung für Subindex Fleisch

Der FAO-Fleischpreisindex zeigte im Juni den neunten Monat in Folge nach oben. Der Wert kletterte um 2,2 Punkte oder 2,1% auf durchschnittlich 109,6 Punkte und lag damit 15,6% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats, jedoch immer noch 8% unter seinem im August 2014 erreichten Höchststand.

Im Juni stiegen die Preisnotierungen für alle im Index vertretenen Fleischsorten, basierend auf einer regen weltweiten Importnachfrage. Dabei glichen die Importsteigerungen einiger ostasiatischer Länder eine Verlangsamung der Fleischkäufe in China - vor allem von Schweinefleisch - aus, berichtete die FAO. Das knapper werdende Exportangebot führte bei allen Fleischarten zu Preisstützungen. Faktoren dafür waren niedrige Geflügelfleischbestände in den Vereinigten Staaten von Amerika, ein begrenztes Angebot an schlachtfertigen Tieren in Brasilien und Ozeanien sowie eine gewisse Erholung der Absätze, wie etwa in der Gastronomie, in wichtigen Exportländern.

FAO-Zuckerpreisindex

Der FAO-Zuckerpreisindex legte im Juni leicht um 0,9 Punkte oder 0,9% auf durchschnittlich 107,7 Punkte gegenüber Mai zu und markierte damit den dritten monatlichen Anstieg in Folge sowie einen neuen mehrjährigen Höchststand, so die FAO. Unsicherheiten aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse hinsichtlich der Ernte in Brasilien, dem weltgrößten Zuckerexporteur, ließen die Notierungen unter anderem steigen.

Das jüngste Plus bei den Rohölpreisen und eine Aufwertung des brasilianischen Reals gegenüber dem US-Dollar im Juni stützten die weltweiten Zuckernotierungen zusätzlich. Höhere Energiepreise veranlassen die Produzenten in Brasilien tendenziell dazu, mehr Zuckerrohr für die Ethanolproduktion zu verwenden, während die stärkere Währung die Exporte tendenziell negativ beeinflusst. Andererseits hatten gute Produktions- und Exportaussichten in Indien die allgemeine Aufwärtsbewegung der Zuckerpreise teilweise ausgeglichen und eine größere monatliche Steigerung verhindert.

Die Redaktion empfiehlt

top + Zum Start in die Maisaussaat keine wichtigen Infos verpassen

Alle wichtigen Infos & Ratgeber zur Maisaussaat 2024, exklusive Beiträge, Videos & Hintergrundinformationen

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.