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FAO-Lebensmittelpreisindex sinkt nach Coronavirus-Ausbruch

Befürchtungen, das Coronavirus könnte die weltweite Nachfrage bremsen, haben den FAO-Lebensmittelpreisindex sinken lassen.

Lesezeit: 4 Minuten

Der FAO-Lebensmittelpreisindex zeigte im Februar 2020 nach vier Monaten stetiger Aufwärtsbewegung erstmals wieder nach unten, nachdem sich die Exportpreise für Pflanzenöle deutlich und in geringerem Maße auch für Fleisch und Getreide verringert hatten.

"Die Entwicklung ist teilweise auf Befürchtungen zurückzuführen, dass der Coronavirus (Covid-19)-Ausbruch die weltweite Nachfrage bremsen könnte", berichtete laut aiz.info am Donnerstag die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

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Konkret betrug der FAO-Lebensmittelpreisindex im Februar 2020 durchschnittlich 180,5 Punkte, was einem Rückgang von 1,9 Punkten oder 1% gegenüber Jänner entspricht. Der aktuelle Wert liegt aber immer noch 13,5 Punkte oder 8,1% über jenem vom Februar des Vorjahres.

Der FAO-Lebensmittelpreisindex bildet monatliche Preisänderungen eines Korbs international gehandelter Lebensmittel ab.

Der FAO-Getreidepreisindex ging im Februar um 1,5 Punkte oder 0,9% auf durchschnittlich 167,8 Punkte im Vergleich zum Vormonat zurück. Mit Ausnahme von Reis waren die Notierungen für alle wichtigen Getreidearten rückläufig, so aiz.info weiter. Während die Weizenpreise im Allgemeinen aufgrund weiterhin gut versorgter Märkte niedriger ausfielen, trug die Ausbreitung von Covid-19 und eine dadurch verringerte Nachfrage ebenso zum Preisverfall bei dieser Getreideart bei. Aber auch die Maispreise gingen laut FAO aufgrund der Erwartungen für eine schwächere Nachfrage aus dem Futtermittelsektor sowie für eine sich insgesamt verschlechternde wirtschaftliche Entwicklung zurück.

Pflanzenöle: Minus beträgt 10,3%

Besonders steil abwärts ging es mit dem FAO-Index für Pflanzenöle, der im Februar um 18,2 Punkte oder 10,3% auf 158,1 Punkte gegenüber Januar abrutschte und somit den seit Juli 2019 verzeichneten Trend nach oben durchbrach. Das starke Minus war der dominierenden Komponente des Index, Palmöl, geschuldet, für das die internationalen Notierungen im Vergleich zum Vormonat um 12% nachgaben, da die Produktion in Malaysia über den Erwartungen lag, sich die Importnachfrage aus Indien vorübergehend abschwächte und sich Befürchtungen über eine Verlangsamung der globalen Nachfrage nach dem Coronavirus-Ausbruch breit machten, teilte die FAO mit.

Die Preise für Soja-, Sonnenblumen- und Rapsöl entwickelten sich aufgrund von Covid-19 ebenso nach unten. In den USA hatten bei Sojaöl auch Berichte über größere Lagerstände als erwartet eine preisbremsende Wirkung.

Geringere Exporte ergeben Plus bei Milchpreisindex

Zuwächse den vierten Monat in Folge gab es im Februar für den FAO-Milchpreisindex, der um 9,2 Punkte oder 4,6% gegenüber Januar höher lag und im Durchschnitt insgesamt 209,8 Punkte erreichte. Im Vergleich zum Monat des Vorjahres handelt es sich um ein Plus von 17,4 Punkten oder 9%. Die Notierungen für Käse stiegen dabei um bis zu 20 Punkte oder 10,6%, was die FAO auf geringere Exporte aus Neuseeland aufgrund des saisonalen Rückgangs der Milchproduktion sowie auf weniger Ausfuhren aus Australien, wo die Milcherzeugung 2019/20 unterdurchschnittlich ausfiel, zurückführt.

Im Gegensatz dazu verloren die Notierungen für Magermilch- und Vollmilchpulver, weil China - der weltweit größte Milchpulverimporteur - angesichts der Verzögerungen bei Frachtabfertigungen in den Häfen durch die Ausbreitung des Coronavirus die Einkäufe verlangsamte.

Der FAO-Fleischpreisindex ist im Februar den zweiten Monat in Folge gesunken, nachdem der Wert zuvor durchgehend elf Monate nach oben geklettert war. Im Februar erreichte der Index 178,6 Punkte, was einem Rückgang von 3,7 Punkten oder 2% gegenüber Januar und gleichzeitig einem Plus von 15,9 Punkten oder 9,8% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert entspricht.

Am deutlichsten gingen die internationalen Notierungen im Februar für Schaf- gefolgt von Rindfleisch zurück. Als vorrangige Ursache nennt die FAO geringere Importe aus China aufgrund von Verzögerungen beim Frachtumschlag in den Häfen, was wiederum zu einem Lageraufbau in den wichtigsten Exportländern führte.

Auch die aufgrund der Dürre gehäuften Schlachtungen in Neuseeland belasteten die internationalen Notierungen für Schaffleisch. Obwohl bei Schweinefleisch die Importnachfrage von früheren Höchstständen abrückte, trieben vereinzelte Angebotsengpässe in Europa die Preise geringfügig in die Höhe, so aiz.info weiter. Die Geflügelfleischpreise gerieten aufgrund geringerer Käufe in Asien leicht unter Druck.

FAO-Zuckerpreisindex erreicht höchsten Stand seit Mai 2017

Der Zuckerpreisindex lag im Februar im Durchschnitt bei 209,7 Punkten, das ist ein Plus von 9 Punkten oder 4,5% im Vergleich zum Vormonat. Der FAO zufolge handelt es sich dabei um den fünften monatlichen Anstieg in Folge sowie den höchsten Stand seit Mai 2017.

Der jüngste Anstieg spiegelt hauptsächlich die Aussichten auf eine geringere Produktion in Indien, dem zweitgrößten Zuckerproduzenten der Welt, sowie in Thailand aufgrund einer dort ausgedehnten Dürre wider. Zur Preisstützung trug auch eine starke globale Importnachfrage, insbesondere aus Indonesien, dem weltweit größten Zuckerimporteur, bei. Die anhaltende Schwäche der brasilianischen Währung (Real) gegenüber dem US-Dollar begrenzte laut FAO jedoch das Ausmaß des Anstiegs der Weltzuckerpreise.

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