Oettinger kündigt Prämienkürzung für Landwirte an

Günther Oettinger Günther Oettinger
Bild: EU-Kommission

EU-Haushaltskommissar Günter Oettinger hat angekündigt, dass Landwirte und Regionen in Deutschland ab dem Haushaltsjahr 2020 weniger Geld aus Brüssel erhalten. Vorgesehen sei, den Agrar- und den Kohäsionsfonds um jeweils fünf bis zehn Prozent zu reduzieren, heißt es.

Es gebe bereits Vorschläge, wie die Kürzungen im Agrarsektor gestaltet werden könnten, sagte Oettinger. So werde erwogen, die Direktzahlungen pro Hektar Fläche künftig degressiv zu gestalten. Die Landwirte erhielten dann ab einer bestimmten Schwelle weniger finanzielle Unterstützung pro Hektar. Auf Deutschland komme insgesamt eine Mehrbelastung im einstelligen Milliardenbereich zu.

Gegenüber der Welt am Sonntag versicherte der Kommissar aber, dass es keinen Kahlschlag geben werde, wie manche befürchteten. Aber auch in Deutschland stünden finanzielle Kürzungen an.

Die Landwirtschaft und die Strukturförderung machen zusammen bisher fast drei Viertel aller EU-Ausgaben aus.

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20 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Andreas Gerner · 1.

    In der Vergangenheit hat Oettinger die deutsche Energiewende kritisiert und Subventionen für Atomstrom gefordert. Nachhaltigkeit scheint ihm ein Fremdwort.

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  2. von Willy Toft · 2.
    Erst zusätzlichen Marktdruck produzieren(Südamerikageschäfte), und anschließend die Bauern alleine lassen!

    Bei 200,- €/ha brauchen wir keine Auflagen mehr, dann können wir verzichten! Die EU- Landwirtschaft soll anscheinend abgeschafft werden!

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  3. von Markus Kuhn · 3.
    Gedankengang

    Wäre doch mal Interessant zu testen was passiert wenn wir unsere Erträge und Kosten (Betriebsmittel) degressiv herunter fahren

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  4. von Heinz Kühling · 4.

    Wie schön wäre es: keine Direktzahlungen, keine Bürokratie, keine Kontrollen, kein überhöhten Pachtpreise.

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  5. von Heinrich Roettger · 5.
    Der Bauer kann am besten mit Steuergeldern umgehen

    Liebe Redaktion von Top Agrar : Ich weiß,was Herr Backhaus gesagt hat. Trotzdem ist es gerade für die Betriebe in Deutschlands Norden und Osten exstrem falsch die erste Säule zu kürzen.Die Kürzungen der EU (Oettinger) sollten bei der zweiten Säule vorgenommen werden .Die Kürzung der ersten Säule wird die Einkommen der Betriebe empfindlich treffen.Gemäß dem Motto :(HAT DER BAUER GELD , HATS DIE GANZE WELT).

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  6. von Gerhard Niebler · 6.
    @Ralf Krausmueller

    ne, ne das war der Stoiber, aber da kam auch nix bei rum.

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  7. von Oliver Schaub · 7.
    Höchste Zeit

    Es wird allerhöchste Zeit, daß die Gehälter der Politiker und Entscheidungsträger bei der EU und in Berlin auch degressiv gestaltet werden!

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  8. von Paul Siewecke · 8.
    öffentliches Geld für öffentliche Leistungen...

    Kürzt man das eine, warum sollte das andere dann verschont werden?

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  9. von Ralf Krausmueller · 9.

    Ist das nicht der Oettinger, der mal Bürokratie abbauen wollte? Ich bin mir sicher, daß sein jetziges Vorhaben, im Gegensatz zum Bürokratieabbau, umgesetzt wird.

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  10. von Gerd Uken · 10.
    Wie das mit dem Geld geht sehen wir

    Doch jetzt in Niedersachsen da wird dann umverteilt und oder ganz gestrichen. Hauptsache sie halten ihren Haushaltsplan ein. Brexit lässt grüßen.......der Beamtenapparat wird sicher nicht verkleinert um zu sparen. 60 Jahre EU tolle Leistung-aber ab Mc.Sherry haben wir sämtliche Rechte abgegeben und wurden zu „Almosenempfängern!“

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  11. von Erwin Schneiderbauer · 11.
    Auf guad bayrisch dad i sagen,

    Leckts mi doch am A...

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  12. von Thomas Egolf · 12.
    Nur noch Verdummung des Volkes!

    "Landwirtschaft und die Strukturförderung machen zusammen bisher fast drei Viertel aller EU-Ausgaben aus". "Direktzahlungen pro Hektar Fläche künftig degressiv zu gestalten". Da wird doch nur wieder suggeriert, die Zahlungen pro Hektar währen die Hauptausgaben im Agrarsektor für die Betriebe die die Flächen auch wirklich bewirtschaften. Aber das zb. Agrargelder in Institutionen "Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)" Jährlich Fördermittel von rund 50 Millionen Euro fließen das wird nicht erwähnt. -- Ex-Agrarminister Bonde neuer Chef der Bundesstiftung Umwelt ! --Die DBU ist mit einem Kapital von 1,3 Milliarden Euro aus der Privatisierung der Salzgitter AG die größte Umweltstiftung Europas. Seit ihrer Gründung Anfang der 1990er-Jahre hat sie mehr als 9.500 Umweltprojekte gefördert. Die Stiftungstochter Naturerbe GmbH betreut und entwickelt treuhänderisch über 69.000 Hektar vom Bund übernommener, zum großen Teil ehemals militärisch genutzter Flächen des Nationalen Naturerbes.-- .

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  13. von Josef Doll · 13.
    Jetzt ist es doch Amtlich !!!

    Der CDU geht an die heilige Kuh !! Die ( hauptsächlich Deutsche ) Politik macht die Produktion teuer mit immer mehr Auflagen und jetzt das !! Nicht das die Mittel nicht steigen (was alleine schon ein Rückschritt ist, Stichwort Inflation ) Auch die Preise gehen in den Keller . Wenigstens ist die Ertragslage außerhalb ist gut ---------- Und der alles zudeckende Strukturwandel kann zuschlagen --------- Unterbieten wir die 200.000 Betriebemarke schon in diesem Jahrzehnt??

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  14. von Gerd Kempken · 14.

    Diese blödsinnige Diskussion um öffentliches Geld für öffentliche Leistung reicht doch wohl langsam, wofür hat man uns denn mit diesem Geld abhängig gemacht? Nur damit Nahrungsmittel für die Bevölkerung billig bleiben!! Hätte man Anfang der 90 er alles so gelassen wie es war bräuchten wir uns nicht mit überzogenen CC Kontrollen rumschlagen und der Verbraucher müsste nicht nur knapp 10 % sondern wie früher mindestens 50% seines Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben. Also ist das Geld was wir jetzt aus Brüssel bekommen mehr als gerechtfertigt und muss nicht wieder zu unseren Lasten gekürzt oder mit noch mehr Auflagen versehen werden.

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  15. von Wolfgang Rühmkorf · 15.

    von 134 Mrd.€ Zahlungsermächtigungen im EU-Haushalt 2017 sind 32 % Agrar, 42% Struktur und Kohäsion; 10% Sicherheit und Hilfen. (Quelle DBV Situationsbericht 2017/18)

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  16. von Heinrich Roettger · 16.
    Danke Herr Backhaus

    Herr Backhaus (SPD KOLLEGE VON BARBARA HENDRIKS) meint , dass unsere Berufskollegen in MV mit 100 Euro Direktzahlungen auskommen. Herr Öttinger hat sich bei ihm bedankt.

    Anmerkung der Redaktion:
    Ergänzung: Backhaus bekräftigte, dass mit dem von ihm vorgeschlagenen ökologischen Umbau der Direktzahlungen eine konsequente Umsetzung des Prinzips „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“ erfolge. Weil für die Agrarpolitik künftig weniger Mittel als bisher zur Verfügung stünden, sollten die Agrargelder „nicht weiterhin einfach durchgereicht werden, sondern sie müssen einen wirklichen gesellschaftlichen Mehrwert haben“, sagte der Minister.

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  17. von Wilhelm Gebken · 17.
    Zitat: "Die Landwirtschaft und die Strukturförderung machen zusammen bisher fast drei Viertel aller EU-Ausgaben aus."

    Augenwischerei! Alle anderen Aufgaben sind national geblieben. Nur das Geld für die Landwirtschft wird erst nach Brüssel überwiesen und dann umverteilt. Die Frage muss also sein: Wieviel % der staatlichen Ausgaben aller EU-Länder entfallen auf die Landwirtschaft? Nur so als Anhalt: Die Steuereinnahmen der Bundesrepblik Deutschland beliefen sich im Jahre 2016 auf 648,3 Mrd. Euro. Die Zahlungen an die Landwirtschaft beliefen sich auf 6,4 Mrd. Euro. Korrekt müsste der obige Satz von Herrn Oettinger daher wie folgt lauten: "Die Landwirtschaft und die Strukturförderung machen zusammen weniger als 0,99 % aller Staatsausgaben aus. Diese werden wir um weitere 10-15% kürzen."

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  18. von Wilhelm Eggert · 18.
    Weniger Auflagen?

    Ich bin mir sicher das die Auflagen und Bespitzelungen auch bei Einstellung sämtlicher Zahlungen erhalten bleiben. Das die ganze Kontrollindustrie keine Arbeit mehr hat können wir doch nicht verantworten.

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  19. von Matthias Zahn · 19.
    Oh oh....

    dann noch schnell Kuh- oder Schweineplätze anbauen und mit mehr Output die fehlenden Zahlungen ausgleichen!

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  20. von Albert Maier · 20.
    Kein Problem

    Dann werden die EU_auflagen und Kontrollen auch um 5-10 % geükürzt!

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