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Besuch bei Regionalbewegung

Klöckner wünscht sich mehr regionale Nahversorgerstrukturen

Landwirt Klaus Engemann berichtete Ministerin Klöckner, dass Regionalität häufig an ihre Grenzen gerät. Er fordert ein regionales Wertschöpfungsmanagement, das die Akteure vernetzt und Impulse bündelt

Lesezeit: 3 Minuten

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Christian Haase (CDU) hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner den Bundesverband der Regionalbewegung e.V. (BRB) auf dem Biolandbetrieb Engemann in Willebadessen-Eissen im Landkreis Höxter besucht. Im Zentrum standen Diskussion und Lösungsvorschläge zur Frage, welche Rolle die Politik zur Förderung einer Regionalisierung in der Ernährungswirtschaft spielen muss.

Laut Heiner Sindel, dem 1. Vorsitzenden der BRB, ist die Nachfrage nach regionalen Produkten bei den Verbrauchern mit über 80 % ungebrochen hoch. „Um dieser Rechnung zu tragen, brauchen wir jedoch dringend strukturpolitische Veränderungen hin zu funktionsfähigen Nahversorgerstrukturen, die von der Politik gewollt und entsprechend gefördert werden“, sagte er.

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Neben einer ausreichenden Finanzausstattung fordert der Verein für eine erfolgreiche Regionalisierung in der Ernährungswirtschaft vor allem auch ein regionales Wertschöpfungsmanagement, das die Akteure vernetzt, Impulse bündelt und in die Praxis umsetzt. Dafür habe die Regionalbewegung ein Positionspapier zur Auflage eines „Bundesprogramms Regionale Wertschöpfung“ ausgearbeitet.

Klöckner zeigte sich in ihrer Rede beeindruckt von der langjährigen Arbeit und dem Engagement der Regionalbewegung: „Regionalität spielt bei der Versorgung mit Lebensmitteln eine immer wichtigere Rolle für die Verbraucher – das hat uns auch die Corona-Pandemie deutlich vor Augen geführt. Regionale Lieferketten, wissen, wo ein Produkt herkommt, das gewinnt an Bedeutung.“

Klöckner zählte die Maßnahmen auf, mit denen die Regierung die regionale Vielfalt finanziell, aber auch strukturell zum Beispiel durch eine stärkere Unterstützung für kleine und mittlere Schlachtbetriebe, gefördert habe. Klöckner wünschte sich in dem Zusammenhang, dass der Ökolandbau weiter gesteigert wird, die konventionelle Landwirtschaft nachhaltiger und Dünger und Pflanzenschutz reduziert werden. Zudem seien Unterstützung, Netzwerke, Digitalisierung und Erfindungen notwendig.

Laut Landwirt Klaus Engemann, der sich auf Getreide- und Gemüseanbau spezialisiert hat, zeige die langjährige Erfahrung, dass Regionalität häufig an ihre Grenzen gerät. „Sobald es in die Produktverarbeitung geht, stößt man auf die ersten Probleme. Regional existiert wenig Lebensmittelhandwerk, das heißt die weiterverarbeitenden Betriebe fehlen.“ Dem möchten sie zumindest in ihrem Betrieb Abhilfe schaffen und ein Biowertschöpfungszentrum (BioWeZ) aufbauen, das landwirtschaftliche Urproduktion, Verarbeitung und Vermarktung zentral bündelt.

„Das Konzept des BioWeZs Eissen hat für uns absoluten Modellcharakter“ betont Brigitte Hilcher, stellvertretende Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Regionalbewegung e.V. und Vorsitzende der Regionalbewegung NRW.

Mit dem Aufbau von Regionalen Wertschöpfungszentren (RegioWeZ) könnten Orte für Vernetzung, Beratung, Bündelung und Weiterverarbeitung geschaffen werden, die den Boden bereiten für eine lebendige und diverse bäuerliche Landwirtschaft mit regionalen Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen sowie einem vielfältigen Lebensmittelhandwerk, so Hilcher.

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