Bodensee

Reichenau-Gemüse: Warenumsatz gestiegen

Die Genossenschaften Reichenau-Gemüse und Raiffeisen-Lagerhaus blicken trotz Herausforderungen durch die Corona-Pandemie positiv auf das Jahr 2020 zurück.

Zum zweiten Mal in Folge fand die Generalversammlungen der Genossenschaften Reichenau-Gemüse eG und Raiffeisen-Lagerhaus eG in der Inselhalle der Gemeinde Reichenau auf der Gemüseinsel statt. Der Vorstandsvorsitzende Matthias Keller würdigte zunächst in seiner Begrüßung das professionelle Krisenmanagement der Genossenschaft für die Gärtner und Mitglieder im Coronajahr 2020. Im Anschluss daran beleuchtete Geschäftsführer Johannes Bliestle die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Gemüsejahr auf der Reichenau. Trotz einiger Hürden wie dem Einreisestopp für Erntehelfer aus dem EU-Ausland kurz vor der Frischgemüse-Saison 2020 und der Schließungen in der Gastronomie und Hotellerie sei es gelungen, das Frischgemüse vollständig und zum Teil zu einem höheren Preis als im Vorjahr zu vermarkten.

Warenumsatz kletterte auf 28,5 Mio. €

Mit einer Vermarktungsmenge von 14.723 t wurde die Gesamttonnage des Vorjahres mit 15.190 t zwar knapp verfehlt, jedoch wurde im Kalenderjahr 2020 ein besseres Preisniveau der Produkte gegenüber dem Vorjahr erzielt. Der reine Warenumsatz der Gemüsegenossenschaft betrug 28,5 Mio. €. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 (27,8 Mio. €) stieg der Umsatz um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Knapp 40 % der wertmäßigen Erzeugung stammt aus der Bio-Produktion. So fanden rund 4.100 t hochwertiger Bio-Ware den Weg zum Verbraucher.

Zufriedenstellend: Geschäftsentwicklung der Raiffeisen-Lagerhaus

Die Aufgabe der Genossenschaft ist der Absatz von Betriebsmitteln für die Gärtner und die Nahversorgerfunktion für die Menschen auf der größten Insel im Bodensee. Im Jahr 2019/2020 wurde ein Gesamtumsatz in Höhe von 10,4 Mio. € erzielt. In vielen Bereichen konnten zum Teil deutliche Steigerungen verzeichnet werden. Vor allem der Einzelhandel im Raiffeisen Markt steigerte sich um rund 12 %. Zurückzuführen ist dies unter anderem auch auf einen kostenlosen Lieferdienst für Menschen, die das Haus Corona bedingt nicht verlassen konnten, oder wollten.


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