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Ohne Gegenstimmen

Gmundner Milch fusioniert mit Jäger

Ohne Gegenstimme und mit nur zwei Enthaltungen stimmten heute die rund 500 anwesenden Mitglieder bei der Generalversammlung der Gmundner Molkerei Genossenschaft für die geplante Fusion mit dem Milchwerk Jäger. Ab 1. Jänner 2023 übernimmt dieses dann das operative Geschäft.

Lesezeit: 4 Minuten

Im Vorfeld der heutigen Generalversammlung der Gmundner Molkerei rumorte es immer wieder unter den Mitgliedern bezüglich der künftigen Zusammenarbeit mit dem Milchwerk Jäger. Gab es doch vor dem Angebot der oberbayerischen Privatmolkerei schon eines der Salzburger Milch. Und hierfür dürften sich einige Lieferanten von Gmunden bis zuletzt stark gemacht haben. Bei der Abstimmung auf der Generalversammlung war davon zumindest unter den anwesenden Mitgliedern nichts mehr zu spüren. Ohne jede Gegenstimme wurde der Vorschlag zur Fusion mit dem Milchwerk Jäger angenommen.

Ab 1. Jänner 2023 übernimmt Jäger das operative Geschäft

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Die Gmundner Genossenschaft firmiert sich laut Hermann Jäger, Chef des Milchwerkes in Haag, zum 1. Oktober 2022 in eine GmbH um. "Am 1. Jänner 2023 sollen dann die Anteile ausgetauscht und das operative Geschäft der Gmundner Molkerei GmbH von uns übernommen werden", so Jäger.

Auf den erfahrenen Molkereichef wartet in den kommenden Jahren allerdings einiges an Arbeit. Der mit 31. Dezember 2022 scheidende Geschäftsführer der Gmundner Molkerei, Michael Waidacher, sprach laut Teilnehmern der Generalversammlung von einem Loch in der letzten Bilanz im Jahr 2021 in Höhe von 3,155 Mio. €. Jäger will deshalb u.a. gleich einmal die Produktpalette durchforsten. "Wir werden alles anschauen, welche Produkte Gewinn machen und welche nicht. Irgend woher müssen die Verluste ja kommen."

"Käserei stärken"

Jäger hat eine klare Vorstellung von der künftigen Ausrichtung in Gmunden: "Wir werden die Käserei stärken, soweit dies geht. Wir wollen Käse in großen Mengen verkaufen und nicht in Apothekermengen wie bisher." Dafür werden in den kommenden beiden Jahren zumindest einmal 15 Mio. € in Gmunden im Rahmen eines Investmentprogramms fließen. Vor allem die Produktion von Hart-Mozzarella soll gestärkt werden.

Der als Obmann bestätigte Hannes Trinfass erklärte nach der Abstimmung: „In unserer Genossenschaft waren und sind gelebte Demokratie und Transparenz zentrale Werte. Eine Kultur, die wir auch in dieser entscheidenden Frage gelebt haben. Jedes Mitglied hat das Recht, die eigene Sichtweise einzubringen und damit auch einen Beitrag zur Meinungsbildung für eine so zentrale Entscheidung zu leisten. Mit dem Beschluss in der Generalversammlung 2022 wurde der Weg für ein gemeinsames Unternehmen freigegeben."

An den Unternehmensstandorten sollen zukünftig 800 Mio. Liter Rohmilch verarbeitet werden. Mit rund 800 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und ca. 3.000 Milchbetrieben blickt die Gemeinschaftsmolkerei positiv in die Zukunft, heißt es in einer Aussendung der Genossenschaft. Als letzte Hürde muss die Bundeswettbewerbsbehörde dem gemeinsamen Weg noch zustimmen.

Schon seit drei Jahren in Gmunden

Ausreichend Zeit zum Kennenlernen hatten sowohl Jäger als auch die Eigentümervertreter und Mitarbeiter der Gmundner Molkerei. Bereits vor drei Jahren konnte gemeinsam eine große Kooperation erfolgreich gestartet werden. Seit Anfang 2021 werden am Standort in Gmunden bereits Pasta Filata aus mittlerweile rund 100 Mio. Kilogramm Rohmilch pro Jahr durch Jäger verarbeitet.

„Wir kennen einander nicht nur von Verhandlungen, sondern auch von operativen Projekten. In vielen Bereichen wird schon heute gut zusammengearbeitet. Die handelnden Personen kennen sich mittlerweile auch persönlich sehr gut. Ein Fundament, auf das sich bauen lässt“, so Markus Gebetsberger, der neben Obmann Trinkfass die Interessen der Mitglieder im neuen Unternehmen wahren soll.

Spätestens 2025 gilt Jägerpreis

Für ersten zwei Jahre ab Jänner 2023 erhalten die Gmundner Lieferanten einen Mindesgarantiepreis. Dieser setzt sich aus jeweils einem Drittel der Durchschnittspreise von Berglandmilch, SalzburgMilch und Jäger zusammen.In spätestens zwei Jahren erhalten dann alle Lieferanten den Preis, den Jäger seinen Haag-Lieferanten zahlt. Und Jäger betont: "Bei uns erhält jeder Erzeuger den gleichen Preis, egal ob Anbinde- oder Laufstallhalter, solange dies gesetzlich mögich ist." Und er fügt hinzu: "Schließlich vermarkten wir in ganz Europa. Da fragt dich doch kein Mensch danach - abgesehen von Österreich und Deutschland."

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