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ARGE Bäuerinnen fordert:

"Mehr Bäuerinnen in die Verbände!"

Rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich werden von Frauen geführt. Bei den bäuerlichen Interessensvertretungen und Vereinen sind die Landfrauen noch nicht in diesem Ausmaß vertreten. Doch die Zahlen steigen, wie die Landwirtschaftskammer Österreich bekannt gab.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Arbeitsgemeinschaft „Österreichische Bäuerinnen zur Gleichstellung von Frauen“ hat 2017 die „Charta für eine partnerschaftliche Interessensvertretung“ mit den Landwirtschaftskammern, agrarischen Verbänden und weiteren Organisationen unterfertigt. Das mittelfristige Ziel ist eine 30-prozentige Frauenquote bei der Besetzung von Führungspositionen zu erreichen. Zahlreiche Maßnahmen habe man bereits umgesetzt, die sich auch in den Bundesländerkammern am Anteil der weiblichen Mitglieder in der Vollversammlung widerspiegeln (siehe Interview in top agrar).

„Das ist ein Erfolg, auf den wird stolz sein können, gleichzeitig aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Vielmehr heißt es, diesen Weg konsequent und engagiert weiter zu verfolgen", erklärt Bundesbäuerin und LKÖ-Vizepräsidentin Irene Neumann-Hartberger und betont: "Unsere erfolgreichen Bäuerinnen, die in verschiedensten, hochrangigen LK-Funktionen entscheidende Aufgaben wahrnehmen, wurden aufgrund ihrer Qualifikation und ihrer Überzeugungskraft in ihre Ämter gewählt. Tagtäglich stellen sie auf den Höfen ihre Kompetenz, ihren Einsatz, ihre Kreativität und ihre Verlässlichkeit unter Beweis. Ich halte es für sehr wichtig, dass sie das auch in verschiedensten politischen Funktionen für ihre Berufskolleginnen und -kollegen sowie für die Versorgungssicherheit der gesamten Bevölkerung tun. Dazu sollten sie auch die Möglichkeit erhalten.“

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In der Charta geht es nicht nur um mehr Ausgewogenheit bei der Funktionärsbesetzung. Vielmehr verpflichten sich die Unterzeichnenden, in allen Bereichen und Arbeitsfeldern Maßnahmen zur Gleichstellung zu setzen. In der Interessenvertretung haben mittlerweile alle Bundesländerkammern und die LKÖ in grundlegenden Organisationsdokumenten ein klares Bekenntnis zur ausgewogenen Beteiligung von männlichen und weiblichen Mitarbeitern und Funktionären verankert. In einigen Bundesländern gibt es außerdem spezielle Bildungsangebote, Coaching und Mentoring für Frauen. Führungskräfte werden im Rahmen von Weiterbildung, in Arbeitsgruppen und Gesprächen gezielt zur Förderung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit motiviert.

Lehrgang für künftige Interessensvertreterinnen

Eine dieser Maßnahmen ist der ZAMm-Zertifikatslehrgang „Professionelle Vertretungsarbeit im ländlichen Raum. Hier sollen Bäuerinnen gezielt für die Vertretungsarbeit geschult werden, heißt es von der Landwirtschaftskammer. Die Teilnehmerinnen lernen dabei die Grundlagen der Agrarpolitik und trainieren das Auftreten in der Öffentlichkeit sowie vor Medien. Vor allem wird aber ihr Selbstbewusstsein gestärkt. "ZAMm unterwegs vermittelt unseren Bäuerinnen ein vielfältiges Rüstzeug, um sich für bäuerliche Anliegen einsetzen und damit auf verschiedensten Ebenen etwas bewegen zu können. Es ist eine Freude zu sehen, wie gestärkt und motiviert unsere Absolventinnen aus diesem Lehrgang herausgehen", so Neumann-Hartberger

Für die Landwirtschaftskammer ist ein Gleichgewicht in der bäuerlichen Interessensvertretung zwischen Land-, Alm- und Forstwirtschaft wichtig. „Dazu zählt eine Ausgewogenheit zwischen Regionen und Betriebszweigen genauso wie zwischen Jung und Alt, Frauen und Männern“, betont der Präsident der LKÖ, Josef Moosbrugger, der die Charta nun auch mit der neuen Bundesbäuerin unterzeichnet hat, um seine Unterstützung für die ARGE Bäuerinnen zu untermauern. „Ich möchte generell alle Bäuerinnen und Bauern aufrufen, sich politisch zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und sich für ihre Branche einzusetzen. Wir brauchen jede und jeden Einzelnen, denn es reden so in der Landwirtschaft mit, oft aber nicht jene, die wissen, was in der Praxis erforderlich und umsetzbar ist. Es ist wichtig und eine Chance, die Zukunft aktiv mitzugestalten“, unterstreicht Moosbrugger.

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