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topplus Wenn die Weide ruft

Fünf Viehtransportwagen für Rinder im Vergleich

Auf vielen Betrieben werden die Rinder auf die Weiden und Almen gebracht. Wir haben uns auf dem Markt umgesehen, mit welchen Viehwagen Sie Ihre Tiere transportieren können.

Lesezeit: 6 Minuten

Unsere Autorinnen: Theelke Wiltfang, Gesa van der Velde

Viele Landwirte bringen ihre Tiere mit traktorgezogenen Vieh­wagen zur Weide. Spätestens beim Almauftrieb werden die meisten Rinder mit den Viehhängern auf die Alm gefahren.

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Die Wagen unterscheiden sich in der Bauart und Größe, in der Aus­stattung und den verbauten Materialien. Wir haben uns am Markt für Sie umgesehen. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von traktorgezogenen Viehwagen: Die Tiere laufen entweder über eine Rampe in den Wagen oder der Transporter senkt sich hydraulisch ab.

Viehwagen mit Verladerampe

Die Achse(n) sind häufig starr unter den Rahmen geschraubt und nicht gefedert. Dadurch bleibt mehr Platz nach oben für den Aufbau.

  • Vorteil: Diese Fahrzeuge sind weniger aufwendig konstruiert und in der Anschaffung günstiger. Radkästen ragen in der Regel nur geringfügig oder gar nicht in den Transporter. Das bringt mehr Ruhe beim Verladen und erhöht die Nutzfläche des Kastens.
  • Nachteil: Die Tiere müssen über die Rampe hochlaufen. Je steiler die Ram­pe, desto schlechter laufen sie.

Absenkbare Viehwagen

Durch das hydraulisch absenkbare Fahrwerk entfällt eine zusätzliche Verladerampe. Im Heck haben diese Fahrzeuge aufstellbare Türen.

  • Vorteil: Die Tiere müssen nur eine kleine Kante überwinden und brauchen nicht steil hochzulaufen.
  • Nachteil: Weil sich der Kasten hy­draulisch über das Fahrwerk absenkt, brauchen diese Fahrzeuge große Radkästen. Diese ragen in den Fahrzeug­innenraum und verringern die Nutz­fläche. Zudem verengen die Radkästen den Durchgang im Wagen und können für Unruhe beim Verladen sorgen.

Vielfalt beim Material

Den Aufbau fertigen die Hersteller aus unterschiedlichen Materialien. Zum einen gibt es Fahrzeuge komplett aus Stahl, wie z. B. den Betimax von Joskin. Der Aufbau ist dabei wahlweise feuerverzinkt. Baos setzt bei einzelnen Modellen auch auf Aluminium, um Gewicht zu sparen.

Bei Pronar und Knies erhält man auch eine Kombination aus Stahl und Holz. Metallrungen fassen dabei Siebdruckplatten oder einzelne Holzbretter ein. Vor allem die Platten lassen sich durch ihre glatte Oberfläche einfach reinigen.

Den Bodenbelag gibt es aus Gummi, Metall oder Holz. Gummierte Böden sind für einen sicheren Tritt der Tiere im Vorteil. Hat der Gummiboden feine Poren, sammelt sich dazwischen aber gerne Schmutz. Die Reinigung ist hierbei deshalb deutlich aufwendiger. Böden aus Stahl sind in der Regel aus Riffelblech gefertigt. Lackierte Böden lassen sie sich schneller reinigen, neigen aber dazu, bei Feuchtigkeit rutschig zu sein.

Hier sollte man den Wagen mit Stroh oder Hobelspänen einstreuen. Holzböden sind in der Anschaffung meist am günstigsten. Sind die Spalten zwischen den Platten/Brettern aber nicht richtig versiegelt, sammelt sich dazwischen Schmutz oder Jauche tritt aus.

Achten Sie beim Kauf auch auf Ablassstopfen für Jauche. Diese können beim Reinigen der Wagen helfen, sollten für den Straßentransport aber dicht sein.

Details beachten

Viele Fahrzeuge gibt es mit einem Verdeck, entweder fest oder mit einer abnehmbaren, stabilen Plane. Für weite Transportstrecken schützen diese die Tiere vor Wind und Regen. Allerdings kann sich unter den Ver­decken auch Wärme stauen und die Tiere fangen an zu schwitzen. Durch die Hauben kann sich der Lärmpegel beim Verladen erhöhen. Zudem verdunkelt eine Haube den Laderaum. Das kann den Eintrieb behindern, da Rinder dunkle Räume möglichst meiden.

Gatter zum Abtrennen

Um Tiere im Wagen separieren oder in Gruppen zusammenfassen zu können, gibt es Gatter zum Abtrennen. Achten Sie hierbei auf das Gewicht und darauf, dass sich die Gatter auch werkzeuglos in ihrer Position verstellen lassen.

Kleinere Fahrzeuge kommen häufig ohne Druckluftbremse aus. Bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 8 t reicht die Auflaufbremse. Das macht die Geräte günstiger. Allerdings bekommen die Tiere dies durch das Auflaufen der Bremsen auch deutlicher zu spüren.

 Was die einzelnen Hersteller anbieten, sehen Sie auf der Marktübersicht

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1. Baos

Derzeit bietet Baos zwei Modelle an, immer aus Aluminium. Einer der Wagen kommt mit einer Achse, der andere mit zwei, inklusive Drehkranz. Der Boden ist aus Riffelblech. Serienmäßig gibt es eine seitliche Fluchttür. Für das einachsige Fahrzeug ist ein Planendach erhältlich. Der größere Wagen ist mit einem festen Dach ausgestattet. Der Laderaum ist bei beiden Modellen unterteilbar. Für die Viehwagen von Baos wird eine deutsche nationale Einzelgenehmigung erstellt. Diese ist zwar nach EG-Recht durchgeführt, aber muss in Österreich in nationale Papiere geändert/umgeschrieben werden. Das klappt laut Hersteller aber meistreibungslos. www.baos.de 

2. Fliegl

Mit dem TTW Noah hat Fliegl zwei ­Modelle im Angebot. Der Noah 100 kommt als Einachser mit hydrau­lischer Knickdeichsel. Damit braucht es keine Rampe. Beim größeren Viehwagen Noah 140 mit zwei Achsen gibt es ein hydraulisches Fahrwerk, um den Kasten abzusenken. Der Aufbau ist aus verzinkten Stahlblechen gefertigt, der Boden standardmäßig aus Riffelblech. ­Optional erhältlich sind die Kugelkopfkupplung, Treibgatter, die inneren Trenngitter sowie die Abdeckplane. Die seitliche Fluchttür, die Druckluftbremsanlage sind Serie. www.fliegl-agrartechnik.de 

3. Knies

Knies bietet vier einachsige und zwei zweiachsige Viehtransporter. Die Aufbauten sind aus Stahlprofilen und Holzplatten. Die zwei kleinsten Modelle gibt es nur als starre Version mit Rampe, die beiden anderen Einachser auch optional mit hydraulischer Knickdeichsel. Die größeren Transporter kommen optional mit absenkbarem Tandemfahrgestell. Der Boden aller ist aus Holz, optional aus Stahlblech. Seitentür und Planendach gibt es auf Wunsch. Die einachsigen Wagen liefert Knies mit Auflaufbremse, bis auf den VA 3 (kommt ohne aus). Die großen Wagen gibt es auch mit Druckluftbremsanlage. www.knies-fahrzeugbau.com

4. Joskin

Beim Betimax R setzt man auf eine Rampe, die optional hydraulisch hochschwenkt. Beim Betimax RDS ist das Fahrwerk hydraulisch absenkbar. Der Aufbau ist bei allen Modellen aus Metall gefertigt, der Boden standardmäßig gummiert. Optional kann man den Betimax auch als lackierte Variante erwerben. Die Schwenktüren im Heck sind ebenso serienmäßig, wie eine Druckluftbremsanlage sowie Trenngitter im Kasten. Für das Dach ist eine Plane erhältlich. Eine Seitentür ist bei allen Joskin Viehwagen Standard. www.joskin.com

5. Pronar

Pronar bietet zwei Einachser und zwei Zweiachser. Es gibt die Wagen mit Verladerampe oder hydraulisch absenkbarem Fahrwerk. Der Aufbau ist bei der hydraulischen Variante aus Stahl gefertigt, lackiert und der Boden mit Riffelblech ausgelegt. Bei den anderen beiden Modellen besteht der Aufbau aus Stahlprofilen und Holzelementen.

Optional gibt es den Aufbau auch hier mit Stahlwänden. Den Boden fertigt Pronar bei den Wagen mit Rampe wahlweise aus Holz, Riffelblech oder aus Stahl mit Gummiüberzug. Dachplane, Seitentür und Abtrenngitter sind Option.  www.pronar.pl 

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