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UBV-Forderung

"Stoppt die EU-Entwaldungsrichtlinie"

Der Unabhängige Bauernverband lehnt die EU-Entwaldungsrichtlinie in dieser Form strikt ab! UBV-Obmann Karl Keplinger fordert einen sofortigen Stopp des geplanten Bürokratie-Wahnsinns.

Lesezeit: 2 Minuten

Es brauche neue Wege in der Gemeinsamen Agrarpolitik – GAP. "Dazu gehört auch das unglaubliche Vorhaben, die österreichischen Waldbesitzer bzw. Waldeigentümer bei einer allfälligen geplanten Nutzung ihres Waldes – also bei einer Entnahme von Bäumen – mittels eines kompletten Bürokratiewahnsinns praktisch zu entmündigen, um nicht zu sagen zu enteignen", erklärt Karl Keplinger, Obmann des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV). "Auf den Punkt gebracht wollen komplett praxisfremde in Brüssel, dass man jeden Baum, jedes Stück Holz, welches aus einem Wald entnommen wird, per GPS-Daten hinsichtlich Erntestandort kennzeichnet.  Das beginnt beim Waldbesitzer und geht weiter hin bis zu den Verarbeitern wie Sägeindustrie oder Papierindustrie."

Enteignung der Waldbesitzer

Abgesehen vom Datenwahnsinn sei das eine klare Entmündigung – im Grunde eine Enteignung der Waldbesitzer. Weil es in einigen Regionen dieser Welt einen totalen Missbrauch bei der Waldrodung bzw. Waldnutzung gebe, um z.B. Soja anzubauen, sollen z.B. die Waldbesitzer in Österreich „bestraft“ werden.

Keplinger: "Es trifft am Ende die komplette europäische Land- und Forstwirtschaft mit aller Härte. Es gilt zudem: jeder Zukauf von Futtermittel, welche auf Flächen produziert werden, die durch Rodung von Wald entstanden sind, wird genauso festgehalten und mit Konsequenzen geahndet – sprich verboten."

Wer so rigorose Handelseinschnitte bei Lebensmitteln plant, der müsse dann generell in jeder Hinsicht bei den Spielregeln und Rahmenbedingungen konsequent sein. Das finde aber nicht statt. "Dann dürfte nämlich auch kein Fleisch bzw. dürften dann auch keine anderen Lebensmittel mehr aus all jenen Regionen außerhalb Europas nach Europa importiert werden, welche auf der Basis der Waldrodungen oder sonstigen Missbrauchs von Boden aber auch von Menschen, erzeugt wurden", meint Keplinger.

"Für Konzerne, nicht für Bauern"

Diese Spielregeln würden sich aber nicht ändern, weil die Rahmenbedingungen in den internationalen Handelsverträgen anders geregelt seien. Keplinger: "Diese Verträge sind für Konzerne gestaltet, nicht für Bauern. Die EU drückt den Bauern nicht nur Handelsverträge aufs Aug, damit andere Wirtschaftsbereiche fette Gewinne machen können. Die EU plant mit dem aktuellen Regelwerk einer EU-Verordnung über Entwaldungsfreie Produkte einen Totalanschlag auf das Eigentum der Waldbesitzer."

Aus der Sicht des UBV sei dieser Vorschlag aus Brüssel ohne Wenn und Aber mit einem „Nein“ zu beantworten. "Für den UBV sind diese Vorschläge für Österreich und viele andere europäische Staaten komplett unakzeptabel", so Keplinger abschließend.

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