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Warum schlitterte die Regent Pflugfabrik in die Insolvenz?

Kaum beherrschbare externe Faktoren waren für den wirtschaftlichen Abschwung verantwortlich. Wie es weitergeht erklärt der Alpenländische Kreditorenverband.

Lesezeit: 2 Minuten

Am 30. November eröffnete die Regent Pflugfabrik in Attnang-Puchheim in Oberösterreich auf Eigenantrag ein Insolvenzverfahren. Der Landtechnikhersteller konnte seinen Zahlungen nicht mehr nachkommen. Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) betragen die Schulden rund 5,5 Mio. € und es sind etwa 360 Gläubiger betroffen.

Regent besteht seit mehr als 90 Jahren und ist ein oberösterreichisches Traditionsunternehmen. Am Unternehmensstandort in Attnang-Puchheim findet die Entwicklung und Produktion der Maschinen statt. Der Hauptabsatzmarkt liegt in Österreich und Deutschland.

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Über Jahrzehnte positiv gewirtschaftet

Laut Eröffnungsantrag habe die Schuldnerin jahrzehntelang positiv gewirtschaftet und auch nach der Übernahme durch die neue Inhaberfamilie Penetsdorfer und damit einhergehende Umstrukturierungen im Jahr 2019, sei bereits im Geschäftsjahr 2020/2021 wieder deutlich positiv gewirtschaftet worden.

Externe Faktoren als Ursache

"Danach seien für die Schuldnerin kaum beherrschbare externe Faktoren für den wirtschaftlichen Abschwung verantwortlich gewesen. Zunächst habe die Coronapandemie zu starken Einschränkungen in der Produktion geführt", heißt es vom AKV. Zeitgleich zog der Markt durch die Förderpolitik der öffentlichen Hand im landwirtschaftlichen Bereich an und es gab viele neue Aufträge für das Unternehmen. Dadurch kam es zuProduktionsrückstände und lange Lieferzeiten. Es folgten Probleme mit den Lieferketten und mit dem Personal. "Nachdem die Corona-Pandemie vorüber war, kam die Ukraine-Krise und hätten die hohen Energiepreise die Schuldnerin aufgrund der energieintensiven betriebseigenen Schmiede außerordentlich stark belastet", heißt es vom AKV.

Zinsen und Inflation führten zu hohen Verlusten

Die in der Folge auftretende Inflation, Zinssteigerungen und stark gestiegene Personalkosten hätten zu zusätzlichen, hohen Belastungen geführt. Das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde mit hohem Verlust abgeschlossen.

Hinzu kommt, dass sich laut Angaben im Eröffnungsantrag in den letzten Wochen herausgestellt habe, dass eine Entspannung der Situation in der Branche in naher Zukunft nicht zu erwarten sei, was auf die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit zurückzuführen sei, heißt es. Es werde im Landtechnikbereich international mit Rückgängen von rund 20 % gerechnet.

Schuldnern wird eine Quote von 20% über zwei Jahre angeboten. Der Betrieb soll aufrecht bleiben, es bestehen laut Angaben des Unternehmens offene Aufträge in verschiedenen Stadien. Eine Fortführungsrechnung wurde erstellt und dem Masseverwalter zur Prüfung vorgelegt. Ziel ist es den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten.

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