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topplus Wasserstofftraktor

Steyr mit Brennzellen nähert sich Praxisreife

Wasserstoff statt Dieselrauch: Im Projekt FCTRAC wurde ein Brennstoffzellentraktor und eine Tankmöglichkeit entwickelt und auf Praxistauglichkeit überprüft. Im Sommer soll es abgeschlossen sein.

Lesezeit: 3 Minuten

Seit 2021 arbeitet unter der wissenschaftlichen Leitung des Instituts für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der TU Wien ein österreichisches Forschungsteam an einem Traktor mit Brennstoffzellen-Antrieb. Unter dem Namen FCTRAC (Fuel cell tractor fuelled with biogenic hydrogen) wird in dem durch den Klima- und Energiefonds von 2020 bis 2024 geförderten Projekt ein Steyr 4130 Expert CVT zu einem Wasserstofftraktor umgebaut.

Auch andere Hersteller wie New Holland, Deutz Fahr oder auch Fendt in Marktoberdorf arbeiten intensiv an dieser Technik. Fendt stellte vor einiger Zeit einen Prototypen eines Wasserstofftraktors vor.

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Im Projekt FCTRAC wird auch der Wasserstoff für die Betankung des Traktors lokal hergestellt. „Neben dem Fuel Cell Tractor entwickeln wir daher auch ein Bio H-Modul. Dieses kann Wasserstoff aus einer Reihe von Gasen, wie etwa Biogas aus landwirtschaftlichen Abfällen, Faulgas aus Kläranlagen oder Holzgas abscheiden und anreichern, zitiert der Kurier Peter Hofmann von der TU Wien.

Bei FCTRAC wird Holzgas aus einem Kärntner Blockheizkraftwerk verwendet. Hackschnitzel werden dabei auf bis zu 800 ° C erhitzt. Dabei entsteht ein Gasgemisch, aus dem Wasserstoff in mehreren Schritten abgeschieden wird. Der Wasserstoff wird auf 700 bar komprimiert und in Hochdrucktanks gelagert. Von dort kann er in den Traktor getankt werden.

Tankkapazität mit Potenzial

Bei dem umgebauten Steyr wurden Verbrennungsmotor, Abgasnachbehandlungssystem, Diesel und AdBlue-Tank entfernt. Das stufenlose CVT-Getriebe haben die Forscher mit einem Elektromotor kombiniert. Das schwierigste Bauteil war der Kühler, der laut Hofmann beim Einsatz der Brennstoffzelle nur 80 ° C erreichen darf. Er musste deshalb doppelt so groß wie ursprünglich ausgelegt werden. Zusammen mit den Wasserstofftanks wanderte der Kühler auf Dach des Traktors.

In die Tanks passen laut Hofmann 12 kg Wasserstoff, die bei mittleren Lasten etwa einen halben Tag reichen. Fürs Pflügen seien öftere Tankstopps notwendig. Die Brennstofftechnik leistet ungefähr gleich viel wie der ursprüngliche 4130 Expert, nämlich 100 kW/136 PS.

Derzeit läuft der Wasserstoff-Traktor im Praxis-Probebetrieb. Das Projekt soll laut der Verantwortlichen bis zum Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden. Laut Hofmann spreche die Möglichkeit, regenerative Energien vor Ort nutzen zu können, für Wasserstoff.

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