Imkerei

Forschungsprojekt soll Echtheit von Honig garantieren

Ein neues Verfahren zum Nachweis der Authentizität von Honig entwickelt der Deutsche Berufs und Erwerbs Imker Bund (DBIB) gemeinsam mit dem Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI).

Wie der Deutsche Berufs und Erwerbs Imker Bund (DBIB) dazu mitteilte, erfolgt die Entwicklung auf Grundlage der Massenspektrometrie. Ziel sei es, mit Hilfe einer großen Probenauswahl eine umfangreiche Referenzliste der natürlicherweise nur in reinem Honig vorkommenden Enzyme zu erstellen. Da die in naturbelassenen Honigen vorkommenden Enzyme nur schwer im Labor nachzubauen seien, werde es künftig sehr kostenaufwändig und schwierig werden, Honige zu fälschen. Die im Verband organisierten Imker stellen dem DBIB zufolge die notwendige Auswahl an verschiedenen Blütenhonigen zur Verfügung. Nach Angaben des Verbandes ist es derzeit einfach und günstig, Produkte zur Honigverfälschung zu erwerben.

500g Honig für 15 €?

Bei Recherchen auf chinesischen Internetportalen seien Angebote für 11 Cent pro Kilogramm zu finden. Schon der Produktbezeichnung sei zu entnehmen, welche Honig-Echtheitstests bestanden werden könnten. Derzeit werde Honig im Großhandel zum Preis von 1,25 Euro/kg als Fassware überwiegend aus China und Südamerika importiert. In Deutschland summieren sich die reinen Herstellungskosten für ein Kilogramm naturbelassenen Honig in Jahren mit einer normalen Ernte den Angaben des DBIB zufolge auf mindestens 7 Euro bis 8 Euro. Hinzu kämen dann noch die Kosten für Lagerung, Abfüllen, Vertrieb und der Gewinnaufschlag des Handels. Würde der Preis für unverfälschten deutschen Honig nach dem Fairtrade-Schema kalkuliert, müsste der Preis für 500 g bei mindestens 15 Euro liegen. Erschwerend komme für die deutschen Berufsimker hinzu, dass die Imkerei in anderen EU-Ländernmit staatlichen Förderungen von beruflichen Investitionen von bis zu 70 % unterstützt werde.