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EU/Welt

Frauen tragen entscheidende Rolle für die Landwirtschaft

Zum Internationalen Tag der Landfrauen würdigten Verbände die Bedeutung der Frauen im Agrarsektor – in Deutschland, der EU und der ganzen Welt.

Lesezeit: 3 Minuten

Frauen spielen eine entscheidende Rolle bei der landwirtschaftlichen Entwicklung und damit auch bei der Entwicklung ländlicher Regionen. Darauf haben Organisationen und Politiker anlässlich des Internationalen Tages der Landfrauen am vergangenen Donnerstag hingewiesen. Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) forderten mehr Unterstützung für Bäuerinnen, um die Branche innovativer und nachhaltiger zu machen.

Die wichtigsten Ansatzpunkte sehen die EU-Ausschüsse dabei in der Verbesserung der Work-Life-Balance, der Diversifikation, der Schaffung von Kooperativen sowie vor allem im Zugang zu Darlehen. Für die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband (BBV) gehört es dem Verband zufolge zum Selbstverständnis, regional und international einen Beitrag zur Verbesserung der Ernährungssicherheit zu leisten. Daher würden seit 2017 auch das Wissen und praktisches Know-how an Bäuerinnen in Kenia weitergegeben, was noch im Herbst desselben Jahres zur Gründung des ersten Landfrauenverbandes in dem ostafrikanischen Land geführt habe. Die „Women Farmers Association of Kenya“ (WoFaAK) mit Sitz in Nairobi ist laut BBV eine nichtpolitische, regierungsunabhängige, nichtreligiöse und auf freier Mitgliedschaft basierende nationale Dachorganisation von Bäuerinnen in Kenia. „Der Verband gibt den kenianischen Landfrauen eine Stimme. Wir helfen, dass sich die kleinstbäuerlichen Familienbetriebe professioneller organisieren“, erklärte Bayerns Landesbäuerin Anneliese Göller. Laut der WoFaAk-Vorsitzenden Daphne Muchai arbeitet der kenianische Verband gerade an einem Strategieplan für die kommenden vier Jahre. Ziel sei es, mit lokalen und internationalen Partnern sowie der Regierung zusammenzuarbeiten, um die Rolle der Bäuerinnen zu stärken. „Ich bin überzeugt, dass die ländlichen Regionen dadurch gestärkt werden und Kenia davon nur profitieren kann“, so Muchai.

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Entwicklungsschub geben

Die bayerischen Landfrauen unterstützen dem BBV zufolge die Bäuerinnen in drei Bezirken Westkenias seit drei Jahren bei der Interessenvertretung, in der Milchviehhaltung und bei der Verbesserung der Ernährung. „Wir haben den gleichen Beruf. Wir sind Bäuerinnen und leben doch in verschiedenen Welten“, so Göller. Durch den Austausch lerne man voneinander. Mit Blick auf die Entwicklung des eigenen Verbandes fühlt sich die Landesbäuerin bestätigt, „welche Aufbau- und Entwicklungskraft eine berufsständische Organisation für ein Land und den ländlichen Raum hat“. In diesem Sinne wollten die bayerischen Bäuerinnen ihren Berufskolleginnen in Kenia helfen, ihrer Heimat und ihrer Region einen Entwicklungsschub zu geben und ihnen Mut zu machen, selbstbewusst ihre Ziele zu verfolgen.

30 % der Agrarproduktion in westlichen Industriestaaten durch Bäuerinnen

Die CSU-Europaabgeordnete Marlene Mortler lobte das Engagement der BBV-Landfrauen in Kenia. Entscheidend sei nicht, dass viel Geld in die Entwicklungshilfe fließe, sondern wie gut das Geld jeweils eingesetzt werde - ob in Familienplanung, Bildung oder Mikrokredite. Eine starke Landfrauen-Organisation werde einen weiteren Entwicklungsschub geben; dafür sei die positive Entwicklung der Landfrauen-Gruppe im BBV das beste Beispiel. Auch die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer der Alpenrepublik, Andrea Schwarzmann, verwies auf die Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft. Rund 30 % der Agrarproduktion in der industrialisierten westlichen Welt würden von Bäuerinnen erbracht. Umso wichtiger sei aus ökonomischer, ökologischer und auch aus sozialer Sicht die gezielte Förderung und Stärkung der Frauen, um die Ernährungssicherheit zu verbessern.

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