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Demo in Nürnberg

Hoeneß stellt sich Bauernprotest: Darum ist eine präzise Herkunftsangabe nicht möglich

Bauern haben am Montag vor der Hoeneß-Wurstfabrik in Nürnberg protestiert. Sie fordern bessere Preise und eine regionale Herkunftskennzeichnung. Warum das nicht geht, erklärte der Firmenchef.

Lesezeit: 3 Minuten

Am Montagmorgen haben etwa 30 Landwirte vor der HoWe Wurstwaren KG in Nürnberg gegen den Verfall des Schweinepreises und für eine genaue Herkunftskennzeichnung des Fleisches demonstriert.

Die mittelfränkischen Landwirte fordern eine Herkunftskennzeichnung auf der Verpackung. Für den Verbraucher solle ersichtlich sein, wo das Tier geboren und aufgewachsen, wo es geschlachtet und verarbeitet worden sei. Die Herkunftskennzeichnung solle für Fleisch, Eier und Milch gelten.

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Laut Bayerischem Rundfunk prangerten die Landwirte außerdem immer höhere Auflagen von der Politik bei immer weniger Geld an. Der Preisverfall gerade bei Schweinefleisch sei eklatant und existenzbedrohend, sagte ein Sprecher von Land schafft Verbindung. In Deutschland würden die Standards hochgefahren, gleichzeitig aber Fleisch aus dem Ausland importiert, das diesen Standards nicht entspreche.

Hoeneß hält QR-Code für gut

Geschäftsführer von HoWe Wurstwaren, Florian Hoeneß, zeigte sich gesprächsbereit. Er kam zu den Demonstranten und sprach mit den Landwirten über ihre Probleme. Hoeneß betonte hinterher, er habe eine sehr vernünftige Diskussion mit den Landwirten geführt. Solange man miteinander rede, gebe es Möglichkeiten. Sobald man übereinander rede, werde es schwierig.

Hoeneß verwies laut BR auf den QR-Code auf jeder Packung seiner Nürnberger Rostbratwürste. Wer wissen wolle, woher das Fleisch komme, könne den Code scannen. Er habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er zu 80 % Fleisch aus Deutschland und zu 20 % Fleisch aus Dänemark für seine Wurstwaren verwende. Ein Unternehmen müsse auch immer flexibel bleiben und dürfe sich keinem Markt verschließen.

Das zeige sich zum Beispiel im Fall der Afrikanischen Schweinepest, so Hoeneß: "Wenn ich in Dänemark gar nichts kaufen würde, dann könnte ich den ganzen Export in die Länder, wo ASP-freies Fleisch sein muss, gar nicht mehr machen. Und deswegen arbeiten wir schon seit jeher, schon von Anfang der 1990er-Jahre an, mit den Dänen zusammen“, zitiert ihn der BR.

Präzise Herkunftsangabe nicht praktikabel

Die Forderungen der Landwirte nach einer genauen Herkunftskennzeichnung sei für ihn schwierig umzusetzen. Auf seinen Wurstverpackungen müsste dann pauschal "Fleisch aus der EU" stehen, und das halte er für nicht sinnvoll. Aus seiner Sicht ist eine Kennzeichnung per QR-Code transparenter, zumal man im Jahr 2020 von interessierten Verbrauchern erwarten könne, einen QR-Code abzuscannen oder diesen Code im Internet einzugeben. Ersichtlich werde dann, wo das Tier geschlachtet und wo es zerlegt worden sei. Verarbeitet werde es stets in Nürnberg.

Beim Preisverfall von Schweinefleisch säßen die Landwirte und er in einem Boot, so Hoeneß. Es müssten alle in der Lieferkette verdienen. Und mit 1,27 € oder auch 1,50 € pro Kilo Schlachtschwein könne ein Landwirt nichts verdienen.

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