Klöckner bittet um Erleichterungen beim Wolfsabschuss

Bundesagrarministerin Klöckner reicht es nicht, dass künftig vereinzelt Problemwölfe leichter entnommen werden dürfen. Sie fordert eine Änderung im Naturschutzgesetz, die eine stärkere Dezimierung erlaubt.

Aufgrund der zunehmenden Probleme mit Wölfen soll Bundesagrarministerin Julia Klöckner offenbar eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes befürworten. Presseberichten zufolge habe sie Bundesumweltministerin Svenja Schulze gebeten, den Abschuss von Wölfen zu erleichtern.

Nach Informationen der Rheinischen Post solle Schulze alle juristischen Möglichkeiten zur Reduzierung des Wolfsbestandes ausschöpfen, die das internationale und europäische Artenschutzrecht bereithält. Ziel sei, dass künftig eine regelmäßige „gemäßigte Bestandsregulierung“ statt einzelner Abschüsse möglich sei.

Schulze hatte bereits eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes zum Abschuss einzelner besonders auffälliger Wölfe zugesagt. Klöckner reicht das aber nicht, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen Brief Klöckners weiter. In Deutschland lebten mittlerweile mehr als 600 Wölfe in 73 Rudeln. Seit 2016 wurden mehr als 1000 Risse gezählt.

Benzin, Diesel, Heizöl oder Gas werden teurer

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht

Das könnte Sie auch interessieren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Eckehard Niemann

@ Wilhelm Grimm

Warum nur kommentiert Herr Grimm immer wieder Vorfälle oder Meinungen, die ihm nicht passen, mit Worten wie "Verirrte Demokratie"?? Unsere Demokratie ist doch ein politisches System, das den offenen Wettstreit der Meinungen um die beste Lösung von Problemen zulässt. Wenn einem nicht passt, dass eine bestimmte Meinung geäußert wird und vielleicht sogar Mehrheiten findet, dann sollte man doch eher seine eigene Meinung überprüfen oder besser präsentieren, statt die Demokratie an sich in Frage zu stellen.

von Alfried Hasenrahm

Warum unbedingt hier?

Der Wolf ist nicht vom Aussterben bedroht. Das zeigt seine Vermehrung sogar hierzulande. Die von allen gewünschte Weidehaltung unserer Nutztiere könnte aber vom Austerben bedroht sein, wenn wir es nicht bald schaffen, das Problem mit den Wölfen zu lösen. Die meisten Gegenden der BRD können sich gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn domestizierte Wölfe hier mal anfangen, in Rudeln zu jagen. Einige wenige, ziemlich verklärte "Wolfsfreunde", die wohl keine Kinder im Waldkindergarten oder andere Berührungspunkte zu Wölfen haben, können doch wohl nicht unser gesamtes landwirtschaftliches Tierwohlkonzept aushebeln. Zählt die Ansiedlung eines Wolfes bei solchen "Tierfreunden" wirklich mehr, als das Leid vieler schutzloser Nutztiere, denen wir sogar durch Zäune ihre natürliche Fluchtmöglichkeit genommen haben? Ich verstehe solche "Tierliebe" nicht! Es gibt viele natürlichere Gegenden, wo der Wolf natürlich und artgerecht leben kann. Dann der "auffällige"Wolf. Welch ein Blödsinn! Ein Wolf, dem der Mensch noch nie einen Schaden zugefügt hat, wird den Menschen, der ihn füttert, nie als Feind sehen. Er freut sich über den gedeckten Tisch. Nur wenn er sich dann wie selbstverständlich daran bedient, nennen wir das "verhaltensauffällig". Würde er es nicht tun, würde ICH sagen, mit ihm stimmt was nicht. Der Wolf hat keinen Fehler. Er ist nur schlau. Der Mensch hat den Fehler. Er denkt nicht.

von Kirsten Wosnitza

Es geht nicht um die Ausrottung des Wolfes

Aber für den Erhalt der Weidehaltung brauchen wir gute Kompromisse. Frau Klöckners Vorschlag geht in die richtige Richtung.

von Willy Toft

Der Wolf ist nicht so gefährdet, wie er eingestuft ist!!

Der Wolf wird stets Regionen in Europa oder Asien finden, wo er sich niederlassen kann! Bei uns, im dichtbesiedelten Europa hat er nichts verloren. Wir können uns doch nicht einem unzureichenden Gesetz unterwerfen, und unser bisheriges Leben hier hinterfragt, weil der Gesetzgeber nicht in der Lage ist, einen realistischen Blick auf die ganze Problematik zu werfen!

von Wilhelm Grimm

Verirrtes Naturverständnis !

Für normale Bestandsregulierungen in einer nicht mehr normalen Umwelt muss man heute bitten. Da Frau Schulze für diese Selbstverständlichkeit nach meiner Einschätzung Gegenleistungen verlangen wird, sitzen wir dann in einer neuen Falle. Verirrte Demokratie !

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen