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Entwicklungshilfe

Maschinenring-Konzept auch im Senegal erfolgreich

Seit drei Jahren betreiben die deutschen Maschinenringe Entwicklungshilfe, in dem sie ihre Gründungsidee weitergeben. Im Senegal fällt diese Saat auf fruchtbaren Boden.

Lesezeit: 2 Minuten

„Wir möchten, dass sich in fünf Jahren die Lebenssituation von einer Million Menschen verbessert hat“. So bringt Erwin Ballis, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Maschinenringe, das Ziel der Maschinenring-Aktivitäten im Senegal auf den Punkt. Seit dem Jahr 2018 unterstützt der Bundesverband der Maschinenringe senegalesische Bauern dabei, Maschinenring-ähnliche Strukturen aufzubauen. Nach drei Jahren intensiver Arbeit sind mittlerweile 21 Maschinenringe mit insgesamt etwa 3.000 Mitgliedern gegründet worden. Für Ballis ist dies der beste Beweis dafür, dass das Konzept „Hilfe zur Selbsthilfe“ überall auf der Welt funktioniere.

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Dabei ist es dem Bundesverband wichtig zu betonen, dass man nicht einfach nur die Organisationsform Maschinenring eins zu eins exportiere geschweige denn den Menschen vor Ort aufzwinge. Vielmehr agiere man als Berater, versuche zu erklären wie ein Maschinenring funktionieren kann und suche gemeinsam mit den Landwirten und Unterstützern vor Ort nach Möglichkeiten wie sich dies auf die Gegebenheiten im Senegal bzw. in der jeweiligen Region adaptieren lässt. „Wir wollen weder Gewinne steigern, noch Bodenschätze sichern“, stellt Ballis fest. Die Maschinenringe fühlen sich allein den Landwirten verpflichtet. Und diese nehmen die Hilfe gerne an.

Technik und Fachwissen gefragt

Die Landwirtschaft im Senegal ist von kleinbäuerlichen Strukturen geprägt. „Zwischen einem und zwei Hektar kann eine Familie bewirtschaften“, erklärt Bernhard Empl, der das Projekt mit steuert. Angesichts dieser Ausgangslage renne man mit der Maschinenring-Idee offene Türen ein.

Jeder neue Maschinenring erhält eine Anschubfinanzierung, mit der bei lokalen Herstellern Hilfsmittel für die Bauern gekauft werden, beispielsweise Dreschapparate, Getreidemühlen oder auch Traktoren. High-End-Landtechnik, wie man sie in Europa kennt, ist laut Erwin Ballis im Senegal noch Fehl am Platz: „Wenn das Mehl noch von Hand gestampft wird, dann hilft schon einfache Technik.“ Neben der Hilfestellung beim Maschinenkauf organisieren die Maschinenringe aber auch Schulungen zum richtigen Einsatz der Maschinen, pflanzenbaulichen Anbauverfahren oder allgemeiner Betriebsführung.

Bis Jahresende soll die Zahl der lokalen Maschinenringe um weitere zehn auf insgesamt 31 steigen. Zudem sollen noch mehr Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette, allem voran Vermarktungsgemeinschaften, entstehen.

Weitere Informationen zum Entwicklungshilfeprogramm finden Sie auf der Themenseite des Maschinenrings.

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