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f3-Wunschkonzert

Wie ein Junglandwirt seinen Betrieb für die Zukunft aufstellt

Martin Tangerding steht kurz vor der Hofnachfolge, eines Bullen- und Schweinemastbetriebes in NRW. f3 erzählt, an welchen Stellschrauben er drehen möchte, um ihn für die Zukunft aufzustellen.

Lesezeit: 3 Minuten

Dieser Beitrag ist zuerst im Magazin f3 - farm.food.future erschienen.

„Mein Hof ist ein typischer Gemischtbetrieb, wie er im Münsterland häufig anzutreffen ist: Ich bewirtschafte zusammen mit meinen Eltern 65 ha Acker und 30 ha Wald. Zusätzlich halten wir 1500 Mastschweine sowie 150 Bullen. Wie ich finde, ein gesunder und vielseitiger Betrieb. Dennoch plane ich hier und da Veränderungen. Bereits in den nächsten Jahren möchte ich die Bullenmast in den Altgebäuden einstellen und dafür einen neuen Stall mit 300 Plätzen bauen. Zusätzlich würde sich eine 75 kw Biogasanlage gut in unsere Betriebsstruktur einfügen.

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Ob ich noch einen Master an meinen Bachelor an der FH Soest anschließe, das steht noch aus. Aber was feststeht ist, wie ich den Bullenstall bauen möchte. Die Tiere sollen auf Stroh stehen. Ich möchte für das Thema Tierwohl die richtigen Weichen stellen. Das Ganze wird immer wichtiger.

Wie ich finde, ein gesunder und vielseitiger Betrieb. Dennoch plane ich hier und da Veränderungen. - Martin Tangerding

Synergieeffekte Bullenmast und Biogasanlage

Die Biogasanlage habe ich gezielt als Kombination zur Bullenmast auf Tretmist gewählt. Dadurch ergeben sich drei wesentliche Vorteile: Erstens wird der anfallende Mist zu Gärrest weiterverarbeitet und die Nährstoffe sind leichter pflanzenverfügbar. Zudem bräuchte ich mir keinen Miststreuer anschaffen und könnte auf die bestehende Ausbringtechnik setzen. Drittens würde der Erlös der Biogasanlage die zusätzlichen laufenden Kosten des Strohstalls kompensieren. So steht die Planung des Bullenstalles und der Biogasanlage derzeit bei mir im Vordergrund.

Mal gucken, wie die Nachfrage für so ein Produkt ist. - Martin Tangerding

Vermarktung von Strohbullen

Daher habe ich mir noch keine konkreten Gedanken über die Vermarktung des Bullenfleisches gemacht. Vorerst werde ich die Bullen wie gewohnt an einen Schlachthof liefern. Aber wenn die Arbeitsabläufe routiniert sind, könnte ich mir alternative Vermarktungskonzepte vorstellen. Da ich in dem neuen Stall mit erhöhten Tierwohlstandards arbeiten werde, schwebt mir vor, die Tiere als Strohbullen an den regionalen Lebensmitteleinzelhandel oder Hofläden zu vermarkten. Mal gucken, wie die Nachfrage für so ein Produkt ist.

Das große Ganze

Was ich mir aber in der Landwirtschaft im Allgemeinen wünsche, ist eine Rückkehr zur sachlichen Diskussion – und zwar von allen Seiten, sowohl von den Verbrauchern als auch den Landwirten. Ich glaube, das würde uns allen gut tun. Agrarpolitische Entscheidungen sollten auf fundierter fachlicher Ebene getroffen werden. Landwirte sehe ich auch in der Pflicht, die schwarzen Schafe unter den Berufskollegen gezielt auf Missstände anzusprechen, um so den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen.“

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