Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

Coronakrise

Zuckerfabriken, Chemie- und Ethanolhersteller stellen auf Desinfektionsalkohol um

Mehrere Werke, von der Zuckerfabrik über den Biodieselhersteller hin zu Chemiekonzernen, stellen Teile ihrer Produktion auf Alkohol und Desinfektionsmittel um. Apotheker stehen Schlange.

Lesezeit: 2 Minuten

Mehrere Industriebetriebe haben auf die Alkoholproduktion für Desinfektionsmittel umgestellt. Den Anfang hatte vergangene Woche wie berichtet die CropEnergies AG aus Mannheim gemacht. Das Werk stellte die Produktion teilweise von Kraftstoffalkohol auf Neutralalkohol um, um den wachsenden Bedarf an Ethanol als Hauptbestandteil für Desinfektionsmittel zu decken.

In diesem Zusammenhang appellierte CropEnergies an das Bundesfinanzministerium, die alkoholsteuerrechtlichen Hürden zur Nutzung von unvergälltem Kraftstoffethanol im Desinfektionsbereich unverzüglich zu beseitigen.

Newsletter bestellen

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Verbio

Am Dienstag teilte die Verbio Vereinigte BioEnergie AG mit, am Standort Zörbig eine Produktionslinie zur Herstellung von Desinfektionsmittel einzurichten. Aus dem sonst als Biokraftstoff eingesetzten Bioethanol wird jetzt ein Mittel zur Händedesinfektion gemäß Empfehlung der WHO produziert. Man habe die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt und eine entsprechende Sondergenehmigung bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beantragt, heißt es. „Diese wurde erteilt und wir dürfen nun ein Desinfektionsmittel zur Händedesinfektion gemäß Empfehlung der WHO herstellen und an Krankenhäuser und Apotheken ausliefern“, sagt Prof. Dr. Oliver Lüdtke, zuständiger technischer Vorstand bei Verbio.

Und Geschäftsführer Dr. Wolfram Klein ergänzt: „Normalerweise liefern wir unser Bioethanol in Tankzügen oder Tank-LKW an unsere Kunden, die Mineralölunternehmen. Jetzt bieten wir Desinfektionsmittel in 10-Liter und 20-Liter Kanistern und 220-Liter Fässern an. Das ist ein großer Unterschied.“

BASF

Einen Antrag auf Genehmigung hat auch BASF am Standort in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) gestellt. In der Konzernzentrale in Ludwigshafen stellt BASF bereits entsprechende Desinfektionsmittel her, nun soll auch der Lausitz-Standort nachziehen. Zum Ende der Woche soll feststehen, ob in Schwarzheide mit der Produktion begonnen werden kann.

Zuckerfabrik Anklam

Am Mittwoch teilte dann die Zuckerfabrik in Anklam mit, Bioethanol an zugelassene Apotheker herauszugeben. Damit könnten diese Desinfektionsmittel herstellen. Das Ethanol wird in geeignete, mitgebrachte Behältnisse gefüllt, diese sollten mindestens fünf Liter fassen, sagte ein Sprecher der Zuckerfabrik.

Kurz nach dem Start der Aktion am Morgen hätten sich vor der Zuckerfabrik lange Warteschlangen gebildet, Apotheker seien unter anderem aus Schwerin, Rostock und Neustrelitz gekommen, berichtet der NDR. Die Zuckerfabrik teilte mit, am Mittwoch etwa 10.000 Liter Bioethanol ausgegeben zu haben.

Mehr zu dem Thema

Seien Sie der Erste der kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + top informiert ins Frühjahr

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.