Nachhaltigkeit

Wie aus landwirtschaftlichen Reststoffen eine nachhaltige Plastik-Alternative entsteht

Plastik war gestern: Die Gründerinnen des Start-ups „Traceless Materials“ nutzen kompostierbare Biomaterialien aus Agrarreststoffen als Ersatz für Plastik. Offenbar kommt die Idee an.

Wurden vor rund 70 Jahren weltweit jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, waren es 2018 ganze 359 Millionen Tonnen. Um zur Lösung dieses Problems beizutragen, haben die Hamburgerinnen Dr. Anne Lamp und Johanna Baare eine kompostierbare Plastikalternative aus Biomasse entwickelt, die in kurzer Zeit biologisch abbaubar und vor allem für Verpackungen und Einwegprodukte geeignet sein soll. Dafür hat ihr Start-up „Traceless Materials“ kürzlich eine Millionenförderung des Europäischen Innovationsrats (EIC) erhalten und kann nun die Produktion ausbauen. Wir sprachen im Interview mit CEO Dr. Anne Lamp.

Mit Ihrer Technologie wandeln Sie ihr Abfälle aus der Agrarindustrie in eine Alternative zu herkömmlichen Frischhaltefolien, Hartplastikverpackungen oder Kunststoffbeschichtungen um. Welche Abfälle und Reststoffe nutzen Sie?

Dr. Anne Lamp: Wir nutzen Reststoffe der Getreideverarbeitung, zum Beispiel aus der Stärkeproduktion oder aus Brauereien. Getreide wird weltweit angebaut und ist das am häufigsten produzierte landwirtschaftliche Gut. Diese Rohstoffe werden auch „Second Generation Biomass“ genannt und sonst als Energiefutter an Tiere verfüttert. Da die Nährstoffe in diesen Reststoffen jedoch nicht so gut von Tieren verarbeitet werden können, sind sie nicht so beliebt. Gut für uns, denn auf dem globalen Markt sind diese dementsprechend günstig und vor allem weltweit verfügbar.

Wir schaffen eine Verbindung zwischen der Kunststoffindustrie und der Argarindustrie. traceless bietet bietet für die Herausforderungen beider Industrien eine Lösung, und ist so das Bindeglied zu einer biozirkulären Wertschöpfungskette. Wir arbeiten mit einem internationalen Hersteller zusammen, der seine Rohstoffe wiederum lokal bezieht. Natürlich sind für uns auch heimische Rohstoffe interessant, da wir bei allem was wir tun, stets das große Ganze im Blick haben. Wir wollen so klimaschonend wie möglich produzieren, da...

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