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topplus Agrarsysteme von morgen?

Neues Leitbild zeigt die Landwirtschaft der Zukunft

Die Initiative "Agrarsysteme der Zukunft" hat ein Leitbild für die Landwirtschaft veröffentlicht. Teile davon sind Vertical Farming, virtuelles Zaunmanagement & die Vernetzung von Produktionsketten.

Lesezeit: 3 Minuten

Seit 2019 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Initiative "Agrarsysteme der Zukunft". Knapp 43 Mio. € fließen in das Projekt, das über fünf Jahre ein konkretes Leitbild für die Entwicklung der Agrarbranche entwerfen soll, um Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft erfolgreich zu begegnen.

Doch wie sieht nun ganz konkret das Bild der neuen Agrarwelt aus? Am 07.01.22 veröffentlichte die Initiative die Ergebnisse des Visionsprozesses:

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Wertschätzung von Ökosystemleistungen

Eine zentrale Rolle sollen Schutz und Förderung von Biodiversität und Bodengesundheit spielen. Ökosystemleistungen werden in allen Entscheidungsprozessen berücksichtigt. Einseitige Fruchtfolgen und Ertragsmaximierung als alleiniges Ziel werden durch regionale, standortangepasste, kleinteilige Anbausysteme ersetzt, die durch autonome Maschinen bewirtschaftet werden. Über Sensorsysteme in Boden, Luft und Weltraum sollen die Maschinen Informationen erhalten und Düngung, Bewässerung und Pflanzenschutz ohne chemisch-synthetische Mittel pflanzenindividuell umsetzen.

Virtuelle, GPS gesteuerte Zaunsysteme

Anstelle von Intensivtierhaltung sollen Kühe im Grünland stehen, umrahmt von virtuellen Zäunen.

Hierfür werden die Rinder, laut Dr. Juliane Horn aus dem Konsortium "Green Grass", mit einem Halsband ausgestattet, das unter anderem eine GPS-Antenne enthält. Die virtuellen Zäune können auf der Satellitenkarte am Smartphone beliebig gesetzt und verschoben werden.

Kreislaufwirtschaft statt linearer Produktionsketten

Ein Kernpunkt ist das Fördern von Nährstoffkreisläufen. Bioabfall und Abwasser aus Haushalten werden für Düngerproduktion wiederverwendet. So soll ein Netzwerk zwischen Stadt und Land entstehen.

Generell müssen, besonders im urbanen Raum, mehr Lebensmittel produziert werden. Die kurzen Wege stehen im Sinne der Nachhaltigkeit. Mithilfe von Hydroponiks, realisiert durch Reststoffverwertung nach dem "Zero-Waste"-Prinzip (keine Verschwendung), soll Abfall in der Lebensmittelkette nahezu gänzlich verhindert werden.

Auf der Suche nach alternativen Nahrungsquellen…

Um auf engstem Raum eine möglichst viele Menschen versorgen zu können, sollen alternative Proteinquellen erschlossen werden. Das Konsortium “food4future” rund um Prof. Monika Schreiner arbeitet dazu an der Kultivierung von beispielsweise Algen, Quallen und Grillen. Wichtig dabei sei, dass die Organismen im oder mit Salzwasser leben können, damit Unabhängigkeit von der Frischwasserverfügbarkeit bestehen kann.

Bessere Work-Life-Balance

Das Projekt “Fahrerkabine 4.0” entwickelt Technologien, die den Alltag von Landwirtinnen entlasten und das Berufsbild attraktiver machen sollen. Getestet wird dieser Ansatz aktuell mit Praktikern in Mähdreschern. “In ruhigen Phasen bietet die Fahrerkabine 4.0 an, Aufgaben aus dem digitalen Betriebsmanagement auf der Maschine zu erledigen. In anspruchsvollen Situationen unterstützen Technologien wie Augmented Reality die Person auf der Landmaschine bei ihren Entscheidungen.“, so Patrick Lehr aus dem Konsortium.

Zu den einzelnen Punkten gibt es eine Interview-Serie, in der die einzelnen Konsortien Stellung zu ihrer Arbeit beziehen. Die Reihe finden Sie hier .

Beteiligt sind insgesamt acht Konsortien, die in Workshops, Seminaren und Dialogveranstaltungen einen Transformationsweg für die Landwirtschaft entwerfen sollen. Die Ansätze und das Expertenwissen werden in einer Koordinierungsstelle zusammengeführt.

Hintergrund der Initiative

Der Weg, den die Landwirtschaft bestreiten muss, ist geprägt von klimawandelbedingten Wetterextremen, Ernteeinbußen, Flächenknappheit, Biodiversitätsverlust, ebenso wie Handelskonflikten durch geopolitische Instabilitäten. Seit dem 15.11.2022 hat die wachsende Menschheit außerdem die Acht-Milliarden-Marke geknackt, dazu kommt die Urbanisierung und steigende Ansprüche der Verbraucher.

All diesen Herausforderungen soll durch eine "faire, verlässliche und verantwortungsvolle Agrarwirtschaft vom Land bis zur Stadt, die Mensch und Umwelt in ihren Mittelpunkt stellt" begegnet werden.

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