top agrar plus Vermarktungserfolg

23-Jähriger Buchholzer Landwirt ist mit „Heidjer Knoblauch“ dick im Geschäft

Auf seinem Betrieb in Niedersachsen baut Leon Kurz Knoblauch an. Unter der Marke „Heidjer Knoblauch“ verkauft er ihn an Händler, Gastronomen und Hofläden. Auch eigener Aioli gehört zum Sortiment.

Im mittlerweile dritten Jahr widmet sich Junglandwirt Leon Kurz aus Buchholz in der Nordheide dem Anbau und der Vermarktung von Knoblauch. Er baut die Knollen auf 2,5 ha an und vermarktet sie unter der Marke „Heidjer Knoblauch“ an Hofläden, den regionalen Handel und Restaurants im Raum Hamburg und der Lüneburger Heide. Der 23-Jährige beliefert insgesamt rund 35-40 Abnehmer mit Knoblauch. Seit Herbst 2021 gehören außerdem selbst entwickelte Aioli-Dips zum Sortiment.

Nische erkannt

Da Norddeutschland keine klassische Knoblauch-Anbauregion ist, sah Leon Kurz Chancen für einen neuen Betriebszweig. Der Agrarstudent steht vor der Hofübernahme des elterlichen Marktfruchtbetriebs. Dort bewirtschaftet die Familie rund 400 ha und baut unter anderem Raps, Weizen und Gerste an. „Ich wollte unseren Betrieb breiter aufstellen. Durch Anbau und Vermarktung von frischem – statt wie häufig getrocknetem – Knoblauch haben wir in unserer Region ein Alleinstellungsmerkmal.“ Dennoch ist ihm bewusst, dass Knoblauch „keine Kartoffel ist“, die in derart großen Mengen gegessen wird. „Mein Vater war aber nicht abgeneigt von meiner Idee, sicherte mir Unterstützung zu, übergab mir aber die Verantwortung und das Risiko“, so Kurz.

Vermarktung muss stehen

Zuerst ein Vermarktungskonzept für die Ware entwickeln und sich dann auf den Anbau konzentrieren – das war die Grundidee des Junglandwirts. „Viele große Wettbewerber bauen eine neue Kultur sofort auf eine ordentlicher Fläche an und überlegen nach der Ernte, wie sie die Ware vermarkten.“ Leon Kurz wollte allerdings von Anfang an in einer guten Verhandlungsposition sein und nicht notgedrungen seine Ware unter Wert verkaufen müssen, falls er keine Abnehmer finden würde.

Um das eigene Anbaurisiko gering zu halten, begann er im Herbst 2019 zunächst...

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