Bayern

Knoblauch aus Oberfranken

Auf der Suche nach Einkommensalternativen haben sich zwei fränkische Junglandwirte zusammengetan, um in den Gemüseanbau einzusteigen.

Er hält Vampire ab, wirkt antibiotisch und ist bei keinem Grillabend wegzudenken: der Knoblauch (Allium sativum). Botanisch gehört er wie die Zwiebel zu den Liliengewächsen und wird weltweit hauptsächlich in China und Spanien angebaut. „Warum nicht auch den Anbau für regionale Abnehmer in heimischen Gefilden wagen?“ – mit dieser Frage begann die Zusammenarbeit der beiden Junglandwirte Michael Zillig (31) und Patrick Helmreich (27) aus dem Landkreis Lichtenfels. Der elterliche Betrieb von Michael Zillig ist auf Milchviehhaltung spezialisiert, der Betrieb seines Kollegen Patrick Helmreich auf Schweinehaltung.

Während ihrer Ausbildung an der Höheren Landbauschule in Triesdorf reifte in ihnen der Wunsch nach Einkommensalternativen: Statt „Wachsen oder Weichen“ wollten sie lieber auf Kulturen mit höherer Wertschöpfung setzen und regional selbst vermarkten.

Start mit 5 ha

Gemeinsam gründeten sie die „HZ Gemüsebau GbR“ mit rund 5 ha Fläche und Sitz auf dem Betrieb von Patrick Helmreich in Unterzettlitz. Zum Start pflanzten die Junglandwirte Kartoffeln, Süßkartoffeln und Zwiebeln für den Ab-Hof-Verkauf sowie die Direktvermarktung an die Gastronomie und an lokale Lebensmittelhändler. Von Anfang an ist ihr gemeinsamer Betrieb nach GQ-Bayern zertifiziert. Den Kühlcontainer zur Lagerung der Ernte schafften sie ebenfalls direkt zum Start an. „Wir stehen beide mit unserem Namen für die Qualität unserer Produkte und wollen unseren Kunden jederzeit frische Ware liefern können“, begründen beide die Notwendigkeit dieser Anfangsinvestitionen.

Als jüngste Kultur mit 0,3 ha Anbaufläche ist der Knoblauch seit drei Jahren im Anbau. Auf ihn kamen sie, weil er zur gleichen Pflanzenfamilie wie die Zwiebel gehört. Zudem wird er in Deutschland verhältnismäßig selten angebaut: Die gesamte Anbaufläche liegt zwischen 200 und 300 ha.

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