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BayWa in Insolvenzgefahr Ernte 2024 GAP-Vereinfachungen

topplus Milchpreis zu schlecht

24 Bauern mit 28 Mio. kg Milch kündigen Liefervertrag mit Schwarzwaldmilch

Schwarzwaldmilch verliert rund 10 % der Gesamtmilchmenge. Den Bauern waren die Auszahlungspreise zu schlecht; für das Unternehmen schmerzlich, aber angeblich keine Bedrohung.

Lesezeit: 2 Minuten

24 Milchkuhbetriebe mit rund ca. 28 Mio. kg Anlieferungsmenge kehren der Schwarzwaldmilch in Freiburg zum 31.12.2024 den Rücken. Der Grund für die Kündigung war offenbar die Auszahlungsleistung der Markenmolkerei im letzten Jahr, die deutlich hinter anderen Unternehmen zurückblieb. Das berichtet das Fachmagazin Elite.

„Die von uns realisierten, massiven schrittweisen Steigerungen der Milchauszahlungspreise (Dezember 2021 zu Dezember 2022) von 39,77 auf 60,17 ct/kg bei konventioneller Milch (brutto bei 7 % MwSt., 4,0 % Fett, 3,4 % Eiweiß, inkl. aller Zuschläge) sowie von 59,87 auf 73,27 ct/kg bei Biomilch (brutto bei 7 % MwSt. inkl. aller Zuschläge) waren nicht ausreichend, um diese Betriebe zu halten“, bedauert Geschäftsführer Andreas Schneider auf Anfrage von Elite.

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Preiserhöhungen für Markenprodukte schwierig

Die Genossenschaftsmolkerei hatte es – wie viele andere Markenhersteller auch – im letzten Jahr angesichts hoher Produktionskosten und steigender Inflation schwerer als andere, ihre Produkte mit hoher Wertschöpfung an den Mann zu bringen:

„Wir als markengeprägte Molkerei mussten Preiserhöhungen für unsere Markenprodukte hinsichtlich Zeitpunkt und Höhe gegen einen stark abwehrenden deutschen Lebensmittelhandel erkämpfen und konnten dadurch die gestiegenen Preise nicht so schnell realisieren, wie Molkereien mit geringerer Wertschöpfungstiefe“, begründet Schneider.

10 % der Gesamtmilchmenge verloren

Nichtsdestotrotz werde man an der konzeptionellen Ausrichtung der Schwarzwaldmilch uneingeschränkt auch in Zukunft festhalten und den Wertschöpfungsansatz künftig noch konsequenter forcieren.

Der nun angekündigte Verlust von rund 10 % der Gesamtmilchmenge ist schmerzlich, stelle aber keine Bedrohung für das Unternehmen dar. Man werde die gekündigte Milchmenge im Geschäftsmodell berücksichtigen. Und da man sich dementsprechend von weniger lukrativen Geschäftsfeldern trenne, reduziere sich die darin enthaltene Milchmenge ohnehin. Inzwischen sei der Milchpreis der Molkerei im „nationalen Kontext absolut wettbewerbskonform.“ Im Februar erhielten die Erzeuger 56,96 ct/kg für konventionelle Milch und 69,99 ct/kg für Biomilch.

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