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topplus Afrikanische Schweinepest

ASP: Konsequenzen auch für Rinderhalter

Auch rinderhaltende Betriebe sind von den Einschränkungen durch die ASP betroffen. Mutterkuhhalter Volker Naschke berichtet über seine Erfahrungen.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bereitet vor allem den Schweinehaltern große Sorgen. Dabei treffen die rechtlichen Einschränkungen in den betroffenen Gebieten auch Rinderhalter. Immerhin erfassen die Molkereien weiterhin die Milch. Gemischtbetriebe müssen gewährleisten, dass der Schweinebestand ausreichend vom Bereich der Milchabholung getrennt ist. Auswirkungen haben vor allem die Vorgaben beim Futterbau und rechtliche Unsicherheiten, auch wenn Rinderhalter bisher alle Futtermittel nutzen dürfen.

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So berichtet Mutterkuhhalter Volker Naschke, aus dem Landkreis Spree-Neiße: „Wir wissen noch nicht, welche Kulturen wir im Frühjahr anbauen dürfen. Um best­möglich vorbereitet zu sein, verfüttere ich bereits mehr Gras in der Ration.“ Dadurch spart er Maissilage ein und versucht, so lange wie möglich mit seinen Vorräten auszukommen. Schon die Herbstbestellung war verzögert, was sich negativ auf Ernteertrag und -qualität auswirken wird. Naschke befürchtet, dass vor allem die Stroherträge unzureichend ausfallen, sodass er zu wenig Einstreumaterial für seine Tiere hätte. Da der Zukauf von Futter und Stroh möglich bleibt, hat sich der Rinderhalter zusätzlich Reserven angeschafft – wenn auch zu sehr hohen Preisen.

Aufgrund der Nutzungsbeschränkungen besteht für Naschke zwar der Anspruch auf eine staatliche Entschädigung, jedoch ist das Verfahren sehr langwierig und aufwändig. Hinzu kommt, dass die Gutachter nahezu ausgelastet sind und eine lange Vorlaufzeit haben. Naschke wartet aktuell noch auf Entschädigungen, da auch das Grünland stark von Wildschäden betroffen ist.

Kühe dürfen auf die Weide

Die Weidehaltung bleibt für die 97 Uckermärker-Mutterkühe von Naschke weiterhin erlaubt. Trotz des Betretungsverbots dürfen Rinderhalter die Flächen, auf denen ihre Tiere weiden, aufsuchen. „Ich muss meine Tiere versorgen und regelmäßig nach ihnen sehen. Das geht nicht per Ferndiagnose“ , sagt Naschke. Im vergangenen Jahr gab es zusätzlich Probleme mit dem Wolf, der fünf Kälber auf der Weide gerissen hat. Der Mutterkuhhalter reagierte sofort darauf: Die Kühe bekommen ihre Kälber nicht mehr auf der Weide, sondern im schützenden Stall. 60 % der Tiere kalben im Frühjahr, die restlichen Kühe in der zweiten Saison im Herbst.

Die im Herbst geborenen Bullenkälber vermarktet der Uckermärker-Züchter auf der Auktion. Ähnlich wie bei den Schweinen sind auch hier die Verkaufspreise gesunken, wenn auch nur leicht, berichtet Naschke. Der Transport von Rindern bleibt auch in dem ASP-Restriktionsgebiet erlaubt.

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