Rindertransport

BMEL ändert Tierschutz-Transportverordnung

Wenn die Temperaturen bei Nutztiertransporten im Aufenthaltsbereich der Tiere über 30 °C steigen, soll die maximale Transportdauer zum Schlachthof küftig viereinhalb Stunden nicht überschreiten.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) will die Dauer von Nutztiertransporten innerhalb Deutschlands zum Schlachtbetrieb auf viereinhalb Stunden begrenzen. Dieses soll gelten, wenn nicht sichergestellt ist, dass im Aufenthaltsbereich der Tiere zu jedem Zeitpunkt während der Beförderung eine Temperatur von höchstens 30 °C herrscht. Dafür hat das BMEL eine Änderung der Tierschutztransportverordnung veranlasst. Derzeit wertet das BMEL nach eigenen Angaben die eingegangenen Stellungnahmen von Ländern und Verbänden aus. Eine Beratung im Bundesrat und die Verkündung sollen frühestens im ersten Quartal 2021 erfolgen.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner erklärte den Schritt so: „Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen müssen wir vermeiden, dass den Tieren durch Hitze vermeidbare Leiden zugefügt werden. Deshalb setze ich hier strengere Regeln für Transporte durch, die über das EU-Recht hinausgehen.“ Laut EU-Verordnung 1/2005 müssen Transportmittel und Belüftungssysteme so konstruiert sein und gewartet werden, dass die Temperatur für alle Tiere zu jedem Zeitpunkt während der Beförderung zwischen 5 °C und 30 °C gehalten werden können. Allerdings besteht eine Toleranz von ± 5 °C.


Diskussionen zum Artikel

von Rudolf Rößle

Tiertransporte

werden daher massiv auf die Anklagebank gezogen.

von Rudolf Rößle

Verbände

können, wenn der Gesetzentwurf durchgeht ab übernächster Woche Tierschutz einklagen. Stellvertretend für die Tiere. Hoffen wir , dass nicht schon die Geburt eines Tieres ein Verstoß wird.

von Günter Schanné

Geburt eines Tieres

Die Geburt eines Tieres ist sicherlich kein Verstoß nach dem römischen Rechtsgrundsatz, dass es keine Strafe gibt, wo es kein Gesetz gibt. Die Laiengeburtshilfe ist leider noch viel zuoft mit vermeidbaren Schmerzen, Leiden und Schaden für Mutter und Tier verbunden.

von H. Bogen

Viel lustiger und nicht überprüfbar

Ist das "Gassi Geh Gesetz" das Frau Klöckner bei dieser Gelegenheit auch verkündet hat. Aber das scheint kein Thema für die Redaktion zu sein obwohl hiervon doch auch Landwirte und Schäffer betroffen sind die Hunde halten und sogar eventuell züchten. Ich wusste zumindest bis dahin ... mehr anzeigen

von Günter Schanné

Landwirtschaftsministerium

Würde sich das Landwirtschaftministerium enrsthaft um die wirklich schwarzen Schafein der Landwirtschaft kümmern, würde von den Funktionären der landwirtschaftlichen Berufsvertretung nur noch ein verschwindend kleiner, kaum noch hörbarer Teil überbleiben.

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Hoffentlich halten sich die Temperaturen

an die Vorgaben von Frau Klöckner.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen