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DBV setzt beim Milchgipfel auf den Handel

Der Deutsche Bauernverband (DBV) ruft den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) vor dem Milchgipfel zu mehr Bewegung auf. Von der Politik erwartet er zu dem Termin Angebote für eine konkrete und sofort wirksame Unterstützung für die Milchbauern. Den Verbraucher sieht der DBV mittlerweile auf seiner Seite.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Deutsche Bauernverband (DBV) ruft den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) vor dem Milchgipfel zu mehr Bewegung auf. Von der Politik erwartet er zu dem Termin Angebote für eine konkrete und sofort wirksame Unterstützung für die Milchbauern. Den Verbraucher sieht der DBV mittlerweile auf seiner Seite.


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Der DBV geht mit der Erwartung auf konkrete Ergebnisse zum Milchgipfel ins Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) am kommenden Montag. „Der Milchgipfel ist gut, er kommt spät“, sagte der Vize- und Milchpräsident des DBV, Udo Folgart, am Donnerstag vor Journalisten in Berlin. Als Kern des Problems der niedrigen Milchpreise benannte Folgart die Preisabschlüsse zwischen den Molkereien und dem Handel. „Eine deutliche Reaktion vom Handel erwarten wir, das muss das Gespräch am Montag bringen“, so Folgart.


Handel soll Nachhaltigkeit auch in Milchpreisrunden bedenken


Das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit, dass der Handel vielfach auslobe, müsse auch die ökonomische Nachhaltigkeit für die Erzeuger einschließen, appellierte der DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken in Richtung des LEH. Alles andere sei unehrlich. Auch die Molkereien müssten sich mehr bewegen, so Krüsken weiter. „Wir haben die Erwartung an die Vermarkter, dass sie nicht nur die großen Mengen über sich ergehen lassen, sondern auch Verabredungen mit den Milcherzeugern treffen“, sagte er.


Debatte über Andienungspflicht sollen Erzeuger führen


Von den Überlegungen innerhalb der Großen Koalition, die Andienungspflicht gesetzlich abzuschaffen, hält Krüsken wenig. Er warnte vor einer staatlichen Einmischung in die Lieferbeziehungen. Die Andienungspflicht gehört für den DBV General mit der Abnahmegarantie zusammen. „Das müssen die Erzeugerorganisationen selber regeln“, so Krüsken. Diese sollten darüber nachdenken und ihre Satzungen entsprechend gestalten.


Mehr Geld für das Hilfspaket gefordert


Von der Politik wünscht sich der DBV ein Liquiditätshilfepaket, das Bürgschaften und Steuererleichterungen mit einschließt. Weitere Kostenentlastung bei den Beiträgen für die landwirtschaftlichen Sozialversicherungen hält Folgart innerhalb der Bundesregierung bereits für „relativ fest“ verabredet. Nicht festlegen wollte sich Folgart auf eine finanzielle Größenordnung der Hilfen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Mitte Mai einen Betrag von 100 Mio. € plus X ins Spiel gebracht. „Das X muss erheblich größer werden“, forderte Folgart.


Bereitschaft für höhere Milchpreise beim Verbraucher vorhanden


Den Verbraucher sieht der DBV mittlerweile auf seiner Seite. „Wir haben nicht den Eindruck, dass die Verbraucher sich wohl fühlen mit den Milchpreisen, wie sie jetzt am Regal stehen“, sagte Krüsken. Aus Sicht des DBV würde der Verbraucher 10 bis 15 Cent mehr pro Liter Milch als jetzt zahlen. Auch bei der Butter gäbe es eine Bereitschaft beim Verbraucher ein Euro pro Paket statt der aktuell um die 73 Cent auszugeben, schätzte Folgart.


Milchgipfel im BMEL mit DBV, DRV, MIV und HDE


Am kommenden Montag, den 30. Mai, findet der von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt angesetzte Milchgipfel in Berlin statt. Dazu sind der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der Milchindustrie-Verband (MIV) und der Handelsverband Deutschland (HDE) geladen. Bei der Veranstaltung will Schmidt die Überlegungen der Bundesregierung für ein Hilfspaket für die Landwirtschaft präsentieren und beraten.

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