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EMB: Es geht um die Existenz!

Die berüchtigten Milchseen sind zurück: Auf dem europäischen Milchmarkt übersteigt das Angebot bei weitem die Nachfrage, schreibt das European Milk Board (EMB) in einer Mitteilung. Die Folgen davon seien für die Erzeuger dramatisch. Europaweit befinde sich der Milchpreis im freien Fall.

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Die berüchtigten Milchseen sind zurück: Auf dem europäischen Milchmarkt übersteigt das Angebot bei weitem die Nachfrage, schreibt das European Milk Board (EMB) in einer Mitteilung.


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Allein 2014 seien in der EU rund 7,5 Millionen Tonnen mehr Milch produziert worden als im Jahr zuvor. Die Folgen davon seien für die Erzeuger dramatisch. Europaweit befinde sich der Milchpreis im freien Fall. So sind laut EMB etwa in Belgien, den Niederlanden, Irland und Frankreich die Preise mit dem neuen Jahr deutlich unter die 30-Cent-Marke gefallen. Eine kostendeckende Produktion sei so nicht mehr möglich.


„Die Situation wird für viele Erzeuger immer mehr zur Existenzfrage“, mahnt der Vorsitzende des EMB, Romuald Schaber. So hätten viele Produzenten zunehmend Probleme damit, ihre Rechnungen zu bezahlen. „Wir stecken bereits mitten in einer neuen Milchmarkt-Krise“, fügt Sieta van Keimpema, EMB-Vizepräsidentin aus den Niederlanden, hinzu. „Und eine Besserung der Lage ist derzeit nicht in Sicht.“ Im Gegenteil: Wenn zum 1. April auch noch das letzte Mengenbegrenzungssystem – die Milchquote – wegfällt, wird sich die Situation auf den Märkten weiter verschärfen."



Das EMB fordert deshalb die Politik zum Handeln auf. „Wir fordern eine sofortige Senkung der EU-weiten Milchproduktion um zwei bis drei Prozent, damit sich das Angebot wieder an die Nachfrage angleicht“, sagt  Schaber. Außerdem zeige die aktuelle Situation, dass die derzeitigen Kriseninstrumente wie Intervention und Private Lagerhaltung völlig ungeeignet seien, um schweren Krisen wie der aktuellen zu begegnen. Zudem müsse gerade in Krisenzeiten der EU-Außenschutz konsequent angewendet werden, damit die Bemühungen der Milcherzeuger in der EU zur Marktanpassung nicht durch billige Importe konterkariert werden könnten. 


„Es ist höchste Zeit, dass das vom EMB entwickelte Marktverantwortungsprogramm (MVP) umgesetzt wird“, so Schaber. Dieses schaffe für die Erzeuger wirksame Anreize, damit sie ihre Produktionsmengen an den Markt anpassen können. Außerdem trage es dazu bei, Krisen gar nicht erst entstehen zu lassen. „Wäre ein zusätzliches Instrument wie das MVP bereits installiert, hätten wir jetzt nicht diesen dramatischen Preisverfall“, sagt Schaber.


„Das EMB wird 2015 weiter für einen fairen Milchpreis kämpfen. Nur wenn die Erzeugerkosten dauerhaft gedeckt sind, kann Europas Milchproduktion erhalten bleiben“, sagt Paul de Montvalon, EMB-Vorstandsmitglied aus Frankreich, abschließend.

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