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Schwein, Rind, Milch: Fulminante Preisrallye

Schwein, Rind, Milch – die Preise steigen rasant : Über Ursachen und Prognosen berichten Andreas Gorn und Dr. Tim Koch von der AMI.

Schweine: weniger Tiere, volle Froster

Solche Preissprünge gab es auf dem Schweinemarkt noch nie: Monatelang verharrte die VEZG-Notierung auf dem niedrigeren Niveau von 1,20 €/kg. Dann ein rasanter Anstieg: In nur vier Wochen schnellte die VEZG-Notierung auf 1,75 €/kg in der vergangenen Woche – mit einem Rekordplus von bis 25 Cent/kg von der einen auf die andere Woche.

Viele Schweinehalter schreiben tiefrote Zahlen und hatten vehement höhere Preise gefordert. Die stark gestiegenen Produktionskosten können sie aber selbst mit diesem Preisanstieg kaum decken, die finanziellen Löcher aus der Vergangenheit keinesfalls stopfen. Auch die Preisempfehlung für Ferkel hat kräftig auf 55€ zugelegt, hat aber auch noch Luft nach oben.

Drei Ursachen für Preissprünge

Dass die Schweinepreise im März steigen, war abzusehen. Die Heftigkeit überrascht aber und ist am Ende schwer zu erklären. Für die höheren Preise kristallisieren sich drei Ursachen heraus:

  • Der Schweinebestand ist drastisch gesunken. Im November 2021 lag der Schweinebestand in Deutschland 9% unter Vorjahr. Über den Jahreswechsel gab es weitere Betriebsaufgaben und somit einen weiteren Bestandsabbau. Das senkt die Schlachtmenge: In der ersten Märzwoche gingen in Deutschland 772.000 Schweine an den Haken, rund 100.000 weniger als in der Vorjahreswoche. Und ganz aktuell halten einige Erzeuger ihre Schweine in der Hoffnung auf weiter steigende Preise zurück.
  • Es kommen weniger Importferkel nach Deutschland. In der Spitze hat Deutschland mehr als 12 Mio. Ferkel pro Jahr von europäischen Nachbarn importiert, im vergangenen Jahr waren es vermutlich nur etwa 10 Mio. Auch das senkt die Bestände. Zudem wurden deutlich weniger Schlachtschweine eingeführt.
  • Die Zeichen stehen auf eine Normalisierung der Nachfrage. Der Fleischmarkt hat zwar nach wie vor seine Probleme: Das Image von Schweinefleisch ist angekratzt, der Pro-Kopf-Verzehr ist auf 30,8 kg gesunken. Zudem lag im Januar 2022 etwa doppelt so viel Schweinefleisch in den Kühllagern wie in den Zeiten vor Corona. Doch das frühlingshafte Wetter sowie Corona-Lockerungen lassen Impulse beim Absatz erwarten – weil wieder mehr in der Gastronomie möglich ist und wieder Familienfeiern sowie Großveranstaltungen stattfinden.

Wie reagiert der LEH?

Sinkendes Angebot und steigende Nachfrage lösen eine Preiskaskade nach oben...

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