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Milchindustrie: „Kein Erdgas. Keine Milchverarbeitung.“

Molkereien benötigen für die Verarbeitung von Milch zwingend Erdgas. Alternative Energiequellen können sie kurzfristig nicht nutzen, sagt Dr. Björn Börgermann vom Milchindustrieverband (MIV).

Herr Dr. Börgermann, welche Rolle spielt Erdgas in der Milchverarbeitung?

Börgermann: Die Verarbeitung von Milch ist aufgrund der hohen hygienischen Standards energieintensiv. Die Molkereien haben im Kontext politischer Vorgaben (z.B. Klimaschutz), Immissionsschutzrecht und preislicher Vorteile die letzten Jahre auf Gas als Energieträger gesetzt.

Schätzungsweise 80 % der Energiebereitstellung der Molkereien erfolgt heute über Gas. Die Erzeugung von Fernwärme als auch Strom basiert ebenfalls auf dem Energieträger Erdgas. Wegen der höheren Anforderungen bei Emissionen sowie den zukünftigen Herausforderungen des Klimaschutzes haben viele Molkereien in den letzten Jahren in gasbasierte Brennstofftechnik (Blockheizkraftwerk - oder Gas-und-Dampf-Anlagen) investiert.

Für welche Produktionsschritte wird Gas benötigt?

Börgermann: Vor allem für Wärmeprozesse (Pasteurisieren der Milch, zur Erzeugung von Heißluft für die Milchpulverherstellung in Sprühtürmen, in Eindampfprozessen, für Reinigungszwecke oder zur Gebäudeheizung etc.). Die Technik der Kraft-Wärme-Kopplung ist in der Milchindustrie sehr verbreitet. Ein Nebenprodukt ist dabei die Stromerzeugung.

Welche alternativen...

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