Interview

Neues Verfahren zur Zuchtwertschätzung bei Fleckvieh und Braunvieh

Im April dieses Jahres ändert sich das Zuchtwertschätzverfahren für Fleckvieh und Braunvieh. Aber was bedeutet das konkret? Wir sprachen mit Dr. Reiner Emmerling.

Das Zuchtwertschätzverfahren für die Rassen Fleckvieh und Braunvieh soll zukünftig nur noch in einem Schritt ablaufen. Trotzdem sollen Zuchtwerte mit höheren Sicherheiten entstehen. Dr. Reiner Emmerling von der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Bayern erklärt, was es mit dem neuen Verfahren auf sich hat.

Ab April 2021 schätzen Sie die Zuchtwerte bei Fleckvieh und Braunvieh mit dem „Single-Step“-Verfahren. Was steckt dahinter?

Emmerling: Um zu verstehen, was wir geändert haben, muss ich das bisher genutzte „Two-Step-Verfahren“ erklären. Das läuft in zwei Schritten ab: Zunächst findet die Zuchtwertschätzung (ZWS) konventionell statt. Dabei schätzen wir Zuchtwerte mit Hilfe der Leistungs- und Pedigreedaten. In einem zweiten Schritt „koppeln“ wir diese Ergebnisse mit den genomischen Profilen aus dem Labor und schätzen so die genomischen Zuchtwerte. Diese Kopplung erfolgte bisher ausschließlich mit einer Bullen-Lernstichprobe mit sicher geschätzten Zuchtwerten.

Was ist bei dem Single-Step-­Verfahren grundlegend anders?

Emmerling: Wir ergänzen dabei die...


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