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Neuseeland will Mycoplasmen komplett ausmerzen

Zum zweiten Mal lässt Neuseeland alle Milchviehherden auf Mycoplasma bovis testen. Positive Tiere werden gekeult. Bereits 28.280 Tiere wurden getötet, insgesamt kalkuliert das Land mit bis zu 150.000 Keulungen. Neuseeland versucht so als weltweit erstes Land die Krankheit komplett auszumerzen.

Lesezeit: 2 Minuten

Zum zweiten Mal lässt Neuseeland alle Milchviehherden im Land auf den bakteriellen Erreger Mycoplasma bovis testen. Positiv getestete Tiere werden gekeult. Bereits 28.280 Tiere wurden im Rahmen der Seuchenbekämpfung getötet, insgesamt kalkuliert das Land mit bis zu 150.000 Keulungen. Neuseeland versucht so als weltweit erstes Land die Krankheit komplett auszumerzen.

 

Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, werden ab Ende Juli Milchproben von jedem neuseeländischen Milchviehbetrieb nach Beginn der Kalbung genommen. In den ersten Wochen der Laktation scheiden die Kühe das schwer nachzuweisende Bakterium am wahrscheinlichsten aus. Experten hatten eine zweite Testphase empfohlen, da die jetzt erstkalbenden Milchkühe bei der ersten Prüfrunde außen vor geblieben waren, diese aber ein vergleichsweise hohes Infektionsrisiko in sich tragen.

 

Bis zu sechs Proben sollen über einen Zeitraum von zwölf Wochen von jeder Farm im Rahmen der Milchabholung gewonnen und untersucht werden, und zwar auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen Mycoplasma bovis als auch auf die DNA des Bakteriums. Bei positivem Befund wird der Milchviehhalter sofort informiert und der Betrieb gesperrt sowie bei Bestätigung durch weitere Tests die Tiere gekeult.

 

Das Screening ist Teil des weltweit ersten Versuchs in Neuseeland, die Krankheit komplett auszumerzen. Dabei kalkuliert das Land Kosten von 886 Mio NZ$ (515 Mio. €) und das Keulen von etwa 150.000 Tieren. Seit die Mycoplasmen im Juli 2017 das erste Mal entdeckt wurden, sind bereits 28.280 Tiere auf 30 Höfen im Rahmen der Seuchenbekämpfung getötet worden. Bei 40 weiteren Betrieben steht die Keulung noch aus; rund 200 Rinderhaltungen stehen unter Quarantäne beziehungsweise Beobachtung und werden intensiveren Tests unterzogen.

 

Mycoplasma bovis ist laut Ministerium sehr schwierig nachzuweisen, da Tiere die Bakterien tragen können ohne zu erkranken oder Anzeichen dafür im Blut oder in der Milch zu zeigen. Ein negatives Ergebnis bei der Probe bedeute deshalb keine Garantie, dass die Farm frei von Infektionen sei. Bei Forstsetzung des Ausrottungsprogramms würden deshalb weitere landesweite Prüfrunden der Milch wahrscheinlich sein. Mykoplasmen können bei Kühen zu behandlungsresistenten Mastitiden, Fruchtbarkeitsstörungen und Aborten führen oder generell bei Rindern Lungenerkrankungen und Gelenksentzündungen auslösen.

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