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Tiertransporte

Tiertransporte auf Abwegen

Bis Ende des Jahres hat Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft inne. Für diese Zeit steht das Thema Tiertransporte auf der Agenda. Politiker und Tierschützer diskutierten Chancen und Risiken.

Lesezeit: 2 Minuten

„Wir wollen etwas ändern“, sagte Maria Noichl gleich zu Anfang der Online-Diskussionsrunde, zu der die die SPD-Europaabgeordnete eingeladen hatte. Tiertransporte seien schon in der EU schlimm, alles was darüber hinaus in Drittstaaten geht, sei noch schlimmer. Erst kürzlich habe ein voll beladener LKW in Bulgarien 13 Tage auf die Ausreiseerlaubnis aus der EU gewartet. „Wir brauchen ein Verbot aller Lebendtransporte in Drittländer und einheitliche Standards in der EU“, machte Noichl ihre Forderung deutlich.

Die weiteren Diskutanten Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Ina Müller-Arnke, Agraringenieurin von Vier Pfoten und Susanne Mittag, MdB, Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion waren sich einig, dass die Billigpolitik Schuld an den Missständen ist. Es handle sich um einen Fehler des Systems.

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Datenbank als Lösung?

Susanne Mittag hält eine EU-weit einheitliche Datenbank für sinnvoll, um die Transporter kontrollieren zu können: „So kann jeder sehen, ob der LKW noch so unterwegs ist, wie ich ihn losgeschickt habe“, sagte sie. Müller-Arnke und Schröder hielten das für eine gute, allerdings schwer umsetzbare Idee: „Es gibt diese Daten schon“, erklärte die Müller-Arnke von Vier Pfoten. „Allerdings sind die ‚Urheber‘ nicht unbedingt interessiert daran, diese Daten zu teilen.“ Thomas Schröder ergänzte: „Angenommen, wir hätten eine Datenbank. Wer soll diese Datenflut kontrollieren, wenn wir jetzt schon überall zu wenig Personal haben?“

Fleisch und Sperma statt lebende Tiere

Maria Noichl wünscht sich mit dem EU-Untersuchungsausschuss den Beginn einer neuen Tiertransportzeit: „Wir müssen Alternativen zu Lebendtiertransporten schaffen“, so ihr Ziel. Das könne zum Beispiel der Transport von Fleisch oder Sperma sein. In einem halben Jahr soll es eine weitere Online-Diskussionsrunde geben, um vorzustellen, welche Schritte bereits im Untersuchungsausschuss vollzogen wurden. „Wir müssen viel fordern, damit wir wenig erreichen“, so Noichls Ansatz.

Auch Saarland gegen Drittlandstransporte

Der saarländische Landwirtschaftsminister Reinhold Jost setzt sich ebenfalls für ein Verbot von Tiertransporten in Drittländer ein, wie das Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz in einer Pressemitteilung bekannt gab. „Wir brauchen bei der Tierhaltung und der Fleischproduktion wieder regionale Kreisläufe – weg von Massentierhaltung und -produktion“, erklärte der Minister.

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