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Milchdialog hält an 15 Cent mehr Milchgeld fest

Milchdialog hat mit der Forderung an die Verarbeiter 15 Cent mehr je kg Milch auszuzahlen, für Aufsehen gesorgt. Wir haben die Teilnehmer der Initiative nach ihren Zielen und weiteren Plänen gefragt.

Lesezeit: 11 Minuten

Was steckt hinter der Initiative ­Milchdialog?

Hans Foldenauer: Wir als Bundes­verband Deutscher Milchviehhalter (BDM) haben Anfang 2020 zu ­verschiedenen Organisationen Kontakt aufgenommen. Ziel war es, sich über die Marktsituation auszu­­tauschen und eine gemeinsame Position zu ­finden. Herausgekommen ist ein ­Zusammenschluss aus dem BDM, der LsV-­Milchgruppe, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Gruppe Freie Bauern, dem ­European Milk Board und der MEG Milch Board.

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Kritiker werfen Milchdialog vor, dass sich die Initiative aus den Reihen des BDM gegründet hat. Denn in ­vielen der Mitgliedsorganisationen sind ­(ehemalige) BDMler aktiv.

Hans Foldenauer: Der BDM hat zwar den Anstoß zum ersten Treffen gegeben. Aber in der Weiterentwicklung sind wir nicht diejenigen, die die ­Richtung vorgeben. Wir arbeiten ­gemeinsam auf Augenhöhe an den ­entsprechenden Schritten. Wenn das das einzige Argument unserer Kritiker ist, können wir gut damit leben.

War es keine Option sich mit dem Deutschen Bauernverband (DBV), dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) und dem Milchindustrie­verband (MIV) zusammenzuraufen, um im Rahmen der Sektorstrategie 2030 mit einer Stimme aus der ­Branche zu sprechen?

Ottmar Ilchmann: Als die Sektorstrategie startete, wurden die im Milchdialog zusammengeschlossenen Verbände, abgesehen vom BDM, überhaupt nicht gefragt, ob sie dabei sein wollen. Auf Nachfrage beim Ministerium hieß es, es würde mit zu vielen Teilnehmern zu unübersichtlich. Außerdem seien die Bauern durch DBV und BDM ausreichend vertreten. Das Ergebnis der Sektortrategie 2030 zeigt aber, dass es nach wie vor keine Antworten auf die drängenden Fragen der Milcherzeuger gibt. Deshalb musste ein Neustart mit den Verbänden her, die wirklich die ­Interessen der Milchbauern vertreten.

DBV, DRV und MIV haben den BDM trotz der Entscheidung das ­Positionspapier nicht zu unterzeichnen, eingeladen, weiterhin in den ­Gremien mitzuarbeiten. Warum war das keine Option?

Hans Foldenauer: Unsere Forderung war daran zu arbeiten, die Marktstellung der Milcherzeuger zu verbessern. Das wurde von den anderen Verbänden abgelehnt. Deshalb haben wir nicht unterzeichnet und auch keinen Sinn darin gesehen, uns wieder mit den gleichen Akteuren an einen Tisch zu setzen, die unsere Wünsche vorher schon nicht berücksichtigt haben.

Ottmar Ilchmann: Es hat wenig Zweck, im Nachgang kosmetisch ­etwas zu verbessern, wo die Grund­voraussetzungen nicht stimmen.

Mit der Aktion „Schluss mit lustig“ sind Sie im November an die Öffentlichkeit gegangen und haben bei ­Ver­arbeitern 15 Cent mehr pro kg Milch ­gefordert. Ist das realistisch?

Jann-Harro Petersen: Anders gefragt: Wie realistisch wäre eine Preisforderung gewesen, bei der man von vorn herein gewusst hätte, dass diese zur Kostendeckung nicht ausreicht? ­Hätten wir beispielsweise 5 Cent ­gefordert, hätte das nicht gereicht, um unsere Ziele zu erreichen. Es ­müssen dort 15 Cent stehen.

Peter Guhl: Milch Board und European Milk Board erheben Quartalsweise die Zahlen auf Basis der Jahresabschlüsse. Dadurch wissen wir relativ genau, welche Kostenunterdeckung wir haben. Die Forderung war deshalb weder unrealistisch noch unverschämt.

Kein Verarbeiter hat zugesagt, die ­geforderten 15 ct/kg mehr zu bezahlen. Ist Milchdialog mit der Aktion „Schluss mit lustig“ gescheitert?

Peter Guhl: Unsere Erwartung war nicht, dass die Verarbeiter sofort ihre Zusage zur Preiserhöhung erteilen. Alle im Milchdialog vereinten Verbände haben viele Jahre Lösungswege aufgezeigt, die es möglich machen, eine solche Forderung umzusetzen. Wir sind aber immer nur blockiert worden. Deshalb hatten wir alles Recht stumpf, und vielleicht aus Sicht eines Außenstehenden etwas naiv, diese Forderung zu stellen. Wir wollten plakativ deutlich machen, dass es jetzt für unsere Vertragspartner an der Zeit ist, ­Lösungen umzusetzen oder mit alternativen umsetzbaren Lösungen zu kommen, wenn sie weiterhin einheimischen Rohstoff beziehen wollen.

Ottmar Ilchmann: Von einem Scheitern kann keine Rede sein. Allein die Beteiligung der Bauern und Bäuerinnen war ein sehr großer Erfolg. Das ist, wie wir glauben, auch der Deutlichkeit unserer Forderung von 15 Cent Mehrerlös zu verdanken. Auch die Aktionen bei den Einzelhändlern und Zentral­lagern haben wir mit ausgelöst. Wie sich das letztlich finanziell auswirkt, bleibt abzuwarten.

Sie sehen sich als einzige Organisation, die die Interessen der Bauern ab­bildet und werfen dem DBV sogar Blockade vor. Was meinen Sie damit?

Peter Guhl: Ich habe mich lange im DBV engagiert, unter anderem im Fachausschuss Milch in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei habe ich mir ständig die Frage gestellt, warum es nicht möglich ist, gemeinsame Positionen zu erarbeiten, um zumindest in einigen Punkten Übereinstimmung zu erzielen. Wenn man allerdings die Verbindungen innerhalb der Ernährungsbranche mit dem DBV und mit den Verbänden des Genossenschaftswesens erkennt, wird schnell klar, wieso die eine oder andere Äußerung gar nicht oder nicht in der nötigen Schärfe getätigt wird. Für mich war das ein Grund, die Arbeit im DBV zu beenden.

Nach den Protesten zeigen sich Discounter und Lebensmittelhändler gesprächsbereit. Wie bewerten Sie das?

Jann-Harro Petersen: Wichtig ist, dass die Händler die Gründe für die Proteste erkennen und ausräumen. ­Ansonsten kommt es spätestens in drei bis vier Jahren wieder zu Aufständen.

Ottmar Ilchmann: Ich nehme wahr, dass der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) im Vergleich zu früheren Protestaktionen sehr problembewusst geworden ist. Aufgrund der Blockaden steht er aber auch unter Druck und ist zwangsläufig an Lösungen interessiert. Für Milch fehlen allerdings noch kurzfristige Verbesserungsvorschläge zur Optimierung der Situation. Auch die langfristigen Perspektiven sind bisher nicht greifbar. Im Idealfall könnte es uns gelingen, dass Bauern und LEH gemeinsam Einfluss nehmen. So wie ich es wahrnehme, ist der LEH sehr daran interessiert, eine heimische ­Rohstoffbasis zu erhalten. Regionalität ist in aller Munde und ein wichtiges Werbeinstrument.

Eine Zusammenarbeit mit dem Handel hat QM-Milch bereits ­umgesetzt. Ebenfalls mit dem Ziel, ­gemeinsam etwas zu bewegen. Das ­haben viele Landwirte scharf ­kritisiert. Was stört Sie daran?

Peter Guhl: Die Teilnehmer der Sektorstrategie mussten den Handel überreden, sich bei QM-Milch einzubringen. Das sagt schon sehr viel über die Wirksamkeit dieses Instruments aus. Für mich ist QM-Milch nicht mehr als eine Nebelkerze.

Hans Foldenauer: Ich kritisiere nicht, dass der LEH bei QM-Milch dabei ist. Ich kritisiere, dass QM-Milch uns ­Bauern eine Auflage nach der anderen aufs Auge drückt. Das war schon vor der Teilnahme des LEH so und wird auch weiter passieren, so lange wir uns nicht dagegen aufstellen können.

Das heißt konkret?

Hans Foldenauer: Qualitätsmanagement ist wichtig. Allerdings in Bauernhand und nicht von anderen diktiert.

Peter Guhl: Wenn eine Gruppe von Konsumenten etwas bestimmtes möchte, wird sie es über ihr Kaufverhalten zum Ausdruck bringen. Und wenn wir Landwirte diesen Ansprüchen gerecht werden möchten, steht es dem Handel frei, entweder auf dem direkten Weg mit uns Erzeugern Vereinbarungen zu treffen oder die Verarbeitungsunternehmen als Schnittstelle zu nutzen. So etwas ließe sich viel besser über schuldrechtliche Verträge lösen, in denen auch die notwendige Vergütung geregelt werden könnte, als über einen breiten Standard, der über alle verteilt wird. QM-Milch wird uns keine bessere Marktstellung bringen.

Der Handel bewegt sich auf die Landwirte zu. Was wünschen Sie sich in dem Zuge von den Verarbeitern?

Ottmar Ilchmann: Wie es aussieht, möchte der Handel Lösungen, Frieden und Ruhe in die Beziehung mit den Bauern bringen. Wichtig ist, dass unsere Verarbeiter das und die Bereitschaft zu höheren Preisen nutzen, um möglichst Kontrakte nochmal zu öffnen und nachzuverhandeln bzw. höhere Preise zu erzielen. Das Geld müssen sie dann aber auch eins zu eins an uns Produzenten weitergeben.

Stehen die 15 ct/kg da nach wie vor im Raum?

Ottmar Ilchmann: Ja, die stehen. Wichtig ist aber auch, dass die Verarbeiter versuchen die anderen Milchmengen im Preis anzuheben, die sie zum Beispiel über den Export verkaufen.

Wie sollten sich die Bauern zukünftig aufstellen, um mit Verarbeitern und LEH auf Augenhöhe zu diskutieren?

Jann-Harro Petersen: Es ist wichtig, dass sich Landwirte mehr mit den ­Themen Milchmarkt und -vermarktung auseinandersetzen. Viele steigen gedanklich aus, wenn der Tankwagen kommt und den Schlauch anschließt.

Hans Foldenauer: Auch auf politischer Ebene sind Landwirte gefordert, mehr zu hinterfragen und die Ursachen für die Misere zu erkennen und in Frage zu stellen.

Peter Guhl: Wir dürfen an der Stelle auch ruhig selbstkritisch sein. Das ­Agrarmarktstrukturrecht bietet viele Möglichkeiten, die Situation selbst zu ändern. Das haben wir als Landwirte viele Jahre nicht ausgeschöpft.

Ottmar Ilchmann: Ich erwarte außerdem Solidarität. Die Situation ist für alle Betriebe so dramatisch, dass man neue Wege einschlagen muss. Den ­Bauern muss klar werden, dass das nur gemeinsam geht. ­Unser Zusammenhalt im Milch­dialog ist dafür ein wichtiges Signal.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Milchbauern mehr Milch liefern, wenn der Preis steigt. Wie lässt sich dieses Phänomen verhindern?

Jann-Harro Petersen: Die Einschätzung teile ich eindeutig nicht. Liquiditätsprobleme und die Schwierigkeit, Betriebsmittel zu beschaffen, schließen das aus meiner Sicht momentan aus. Sollte es aber tatsächlich dazu kommen, ließe sich das durch eine vertragliche Beziehung zwischen Molkereien und Erzeugern verhindern.

Hans Foldenauer: Das stimmt. Wir müssen mit den Molkereien vor der Anlieferung der Produkte klare Vereinbarungen über Menge und Preis haben. In unserer BDM-eigenen Sektorstrategie erklären wir, wie man das auf EU-Ebene weiterdenken muss.

Und wie?

Hans Foldenauer: Wir brauchen auf EU-Ebene eine Branchenorganisation, die Marktmanagement betreibt. Wir haben die Milchmarktbeobachtungsstelle die relativ deutlich zeigt, wie sich die Märkte in den nächsten Monaten entwickeln. Es wird aber nicht ent­sprechend gehandelt. Dafür fehlt eine gemeinsame Plattform, die von Bäuerinnen und Bauern getragen wird.

Halten Sie das für realistisch, wenn schon in Deutschland keine gemeinschaftliche Branchenorganisation bzw. Sektorstrategie zustande kommt?

Hans Foldenauer: Klar ist es auf ­europäischer Ebene noch schwieriger. Aber das darf einen nicht vom ersten Schritt abhalten. Man hat uns ­gebetsmühlenartig erzählt, es wird nie mehr irgendwelche Maßnahmen geben, die Menge zu steuern, bzw. den Markt zu managen. Im EU-Parlament gibt es aber Vorschläge, die zumindest in Krisenphasen Marktmanagement bedeuten würden.

Was genau meinen Sie mit ­Markt­management?

Hans Foldenauer: Instrumente, mit ­denen die Möglichkeit besteht, zeitlich befristet die Menge einzugrenzen oder auch Märkte zu öffnen, die man be­dienen kann. Am Ende müssen wir als Landwirte die Möglichkeit haben, einzugreifen, wenn alles aus dem Ruder läuft. Unter Marktmanagement verstehe ich aber auch Marketing, um den Milchabsatz anzukurbeln.

Genau das hat sich die von der Sektorstrategie 2030 erarbeitete Branchenkommunikation doch zum Ziel gesetzt.

Jann-Harro Petersen: Für mich als Landwirt liegt es nicht nahe, dass die Sektorstrategie die Branchenkommu­nikation als erstes umsetzt. Aus meiner Sicht ist das nicht der größte Hebel für eine Verbesserung der monetären Situation auf den Betrieben. Andererseits ist das Projekt vermutlich der kleinste gemeinsame Nenner aller Beteiligten, um überhaupt erstmal etwas auf die Beine zu stellen. Und selbst dafür brauchte es zwei Anläufe.

Hans Foldenauer: Als No-Go empfinde ich, dass am Ende die Bauern das Projekt bezahlen. Die Molkereien führen das Geld zwar ab, allerdings wird das eingepreist in die Kalkulation der Milcherzeugerpreise. Ich bin überzeugt, dass nur wir Bauern authentisches Marketing machen können.

Wie stehen Sie zu einer nationalen ­verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Milchprodukten?

Hans Foldenauer: Das ist ein abso­lutes Muss! Der Verbraucher muss auf den ersten Blick erkennen können, was er einkauft.

Jann-Harro Petersen: Mir als normalem Landwirt und DBV-Mitglied seit 2005 war zum Beispiel nicht klar, dass der Begriff „Deutsche Markenbutter“ nicht bedeutet, dass das ­Produkt mit Milch aus Deutschland hergestellt wird. Ich bin mir sicher, dass ein Großteil der Landwirte und Verbraucher das bis heute nicht weiß. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, auch auf verarbeiteten Produkten, ist aus meiner Sicht deshalb dringend nötig.

Schneiden wir uns damit nicht ins ­eigene Fleisch? Schließlich spielt der Export von Milchprodukten in Deutschland eine große Rolle.

Hans Foldenauer: Export ist wichtig, dennoch stellt sich die Frage, ob man sich so stark darauf fokussieren sollte.

Peter Guhl: Das Problem ist, dass es den Herrschaften der Konzerne darum geht, möglichst günstig Rohstoffe zu beschaffen. Egal woher.

Ottmar Ilchmann: Wir können und wollen den Wettbewerb in der EU nicht ausschalten. Aber der Verbraucher muss die Herkunft deutlich erkennen können. Niemand ist gegen wertschöpfenden Export. Das Problem ist der Export von Standardware in Drittländer in direkter Konkurrenz zu Neuseeland oder anderen Ländern, die deutlich günstiger produzieren können als wir.

Wie geht es weiter mit der ­Initiative Michdialog?

Peter Guhl: Ich bin überrascht über die grundsätzliche Gesprächsbereitschaft des LEH. Aktuell können wir ­allerdings nicht erkennen, dass die Verarbeiter diesen Schwung nutzen möchten, um zum Beispiel Kontrakte neu zu verhandeln. Es ist gut und richtig, wenn wir diese Unternehmen nochmal eindrücklich darauf hinweisen. Hans Foldenauer: Wir werden auch bei der Politik wieder aktiver werden müssen und mit Nadelstichen agieren.

Ottmar Ilchmann: Unsere Stärke ist, dass wir junge, engagierte Leute haben, die sich auch mal zwei Tage und Nächte vor ein Zentrallager stellen. Vereint mit erfahrenen Personen der Verbandsarbeit, ergibt das eine neue Durchschlagskraft. Wir bleiben jetzt dran! Denn es geht um nichts weniger als den flächendeckenden Erhalt von Milchviehbetrieben in Deutschland.

Das Interview finden Sie auch in der aktuellen top agrar-Ausgabe 2/2021 auf Seite R6.

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