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Ödemkrankheit: „Die Impfung stabilisiert die Darmgesundheit“

Um weniger Antibiotika einsetzen zu müssen, entschied sich Jan-Hendrik Hohls im Kampf gegen die Ödemkrankheit für die Impfung. Positiver Nebeneffekt: Es traten auch weniger Beißereien auf.

Seit fünf Jahren kupiert Ferkelerzeuger Jan-Hendrik Hohls keine Ferkelschwänze mehr. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei ein gesunder Darm, ist der Landwirt aus Becklingen (Landkreis Celle) überzeugt. Deshalb standen für ihn die Impfungen gegen die Ödemkrankheit und gegen die Ileitis eigentlich nie zur Diskussion, auch wenn sie mit deutlichen Mehrkosten verbunden sind.

Der 42-Jährige bewirtschaftet in der Nähe von Bergen einen teilgeschlossenen Betrieb mit 320 Sauen, 2.000 Ferkelaufzuchtplätzen und eigener Mast. Zwei Drittel seiner Ferkel mästet Hohls selbst aus, den Rest verkauft er bereits seit etlichen Jahren an einen festen Mäster.

Bis zu 20% Aufzuchtverluste

„Die Ödemprobleme begannen vor zehn Jahren, damals noch im alten Sauen- und Ferkelaufzuchtstall an der Hofstelle“, erinnert sich Hohls. Die erkrankten Absetzferkel zeigten die klassischen Symptome. In der schlimmsten Phase betrugen die Verlustraten in der Aufzucht 20 %!

Die akut erkrankten Ferkel wurden mit einem Kombinationspräparat aus Colistinsulfat und Zinkoxid behandelt. „Mit Antibiotika macht man jedoch auf lange Sicht den Darm kaputt“, ist Jan-Hendrik Hohls überzeugt. Deshalb schaute er sich früh nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten um. Er war daher einer der ersten Betriebe, die damals den noch in der Zulassung befindlichen Shigatoxinimpfstoff per Ausnahmegenehmigung einsetzen durften.

„Die Impfung wirkte sofort“, erinnert sich der Landwirt. „Beim nächsten geimpften Durchgang wiesen einzelne Ferkel zwar noch leicht geschwollene Lider auf. Es trat aber keine Klinik mehr auf, und es gab auch keine Todesfälle mehr.“ Seitdem will Hohls auf die Shigatoxinimpfung nicht mehr verzichten, zumal er auch einen positiven Effekt auf das Schwanzbeißen feststellen konnte.

Weniger Beissereien

Zum Thema Ringelschwanz kam der Betriebsleiter eher zufällig, als er vor fünf Jahren einen neuen Stall für 320 Sauen inklusive Ferkelaufzucht baute. Um für künftige Vorgaben der Schweinehaltungsverordnung gewappnet zu sein, baute er vorausschauend und nahm am Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz teil. Im...

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