Landkeis Meißen

ASP-Vorsorge: Wildgehege Moritzburg muss Wildschweine töten

Das Veterinäramt des Landkeises Meißen hat angeordnet, dass die Betreiber des Wildgeheges Moritzburg ihren Wildschweinbestand bis Freitag töten müssen.

Das Veterinäramt des Landkreises Meißen hat das Wildgehege Moritzburg am Dienstagabend aufgefordert, seinen Wildschweinbestand bis zum Freitag zu töten. Hintergrund ist die Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen zur Vermeidung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Die Verfügung sieht laut MDR vor, gehaltene Schweine im gefährdeten Gebiet rund um Radeburg einzustallen. Dort war am 8. Oktober ein ASP-Fall aufgetreten. Da die Wildschweine nicht im Stall gehalten werden können, ist der Schritt unumgänglich.

Der Betreiber des Wildgeheges, der Forstbezirk Dresden, prüfte nach eigenen Angaben noch, ob es einen "Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung zur Haltung außerhalb eines Stalls" stellen wird. Das Gehege stelle einen Sonderfall dar, da durch die Schutzmauer die Übertragung der Afrikanischen Schweinepest durch wildlebende Wildschweine fast gänzlich ausgeschlossen werden könne, berichtet der MDR weiter. Außerdem sei zum Schutz der Schweine vor dem Virus der Abstand zu den Besuchenden bereits vergrößert worden, sodass sich die Tiere nicht durch kontaminiertes Futter anstecken können, so der Forstbezirk.


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