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Beraterfortbildung: Geburtsüberwachung lohnt sich

Nur gesunde und zufriedene Sauen können ihr Leistungsvermögen voll ausschöpfen. Deshalb müssen Tierwohl, Tierschutz und Tiergesundheit Hand in Hand gehen. Das war das Credo einer Fortbildungsveranstaltung für Berater in der Schweineproduktion, die am Mittwoch letzter Woche in Soest stattfand.

Lesezeit: 3 Minuten

Nur gesunde und zufriedene Sauen können ihr Leistungsvermögen voll ausschöpfen. Deshalb müssen Tierwohl, Tierschutz und Tiergesundheit Hand in Hand gehen. Das war das Credo einer Fortbildungsveranstaltung für Berater in der Schweineproduktion, die am Mittwoch letzter Woche auf dem Campus der Fachhochschule Südwestfalen in Soest stattfand. Eingeladen hatten die Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Büren FGS, der Erzeugerring Westfalen, die Fachhochschule Südwestfalen und das Pharmaunternehmen Merial.

 

Vormittags stand die Tiergesundheit im Focus. Tierarzt Ralf Stuhldreier diskutierte anhand einiger Fälle aus seiner Praxis zunächst, ob Circoviren auch Aborte auslösen können. In einigen Betrieben mit gehäuften Aborten am 24. bis 25. Tag nach dem Besamen konnten die Probleme durch die Circoimpfung zwar abgestellt werden. Unklar ist jedoch, ob das PCV2-Virus Hauptauslöser der Probleme war, oder ab durch die Impfung nur die Begleitkeime auf ein verträgliches Maß reduziert wurden.

 

Dr. Annette Brune von der Fa. Merial hob noch einmal die Bedeutung der PCV2-Impfung zur Minderung des Antibiotikaeinsatzes in den Betrieben hervor. Denn die Circoviren schwächen das Immunsystem, sodass Sekundärerreger leichteres Spiel haben. Seit Einführung der Circoimpfung konnte der Erregerdruck in den Betrieben und damit der Antibiotikaverbrauch deutlich gesenkt werden. Inzwischen ist die PCV2-Impfung der Ferkel ebenso wie die Mykoplasmenimpfung in den meisten Betrieben Standard.

 

Die häufigste Übertragung von Krankheitserregern erfolgt immer noch von Tier zu Tier, stellte Dr. Theodor Schulze-Horsel vom Schweingesundheitsdienst NRW klar. Deshalb ist es so wichtig, die Abteile im strikten Rein-Raus zu fahren und zwischendurch sorgfältig zu reinigen und zu desinifzieren. Zudem gab Dr. Schulze-Horsel wertvolle Tipps richtigen Verabreichung von Impfstoffen, zur Reinigung der Spritzen und zum Einrichten von Krankenbuchten.

 

Prof. Dr. Mechtild Freitag von der FH Südwestfalen beschäftigte sich mit der Frage, was Ferkelerzeuger mit hoch fruchtbaren Sauen und gleichzeitig geringen Ferkelverlusten anders machen. Die Auswertung von sieben Spitzenbetrieben des Erzeugerrings Westfalen ergab, dass alle Betriebe die Geburten überwachen, die Ferkel trockenreiben, ansetzen und bei Bedarf Geburtshilfe leisten. Zudem streuen alle Betriebe Hygienepulver in die Ferkelnester und gleichen die Würfe aus, allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

 

Am Nachmittag stellteProf. Dr. Petra Wolf von der Universität Rostock die Vor- und Nachteile verschiedener rofaserhaltiger Futtermittel für Schweine vor.  Sehr häufig werden Weizenkleie, Trockenschnitzel und Fasermixe eingesetzt. Auf der Suche nach preisgünstigen Alternativen erproben einige Betriebe aber auch den Einsatz von Maissilage oder Strohpellets.

 

Dr. Stefan Hohmeier von der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis in Büren berichtete über den erfolgreichen Einsatz von Maissilage bei Sauen. Dabei muss man jedoch auf eine gute Qualität und eine geringe Mykotoxinbelastung achten.

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