top agrar plus Zinkoxidverbot

Ferkelaufzucht: Absetzdurchfall auch ohne Zink vermeiden

Hoch dosierte Zinkoxidgaben sind ab Ende Juni verboten. Auch der Einsatz von Colistinwird weiter eingeschränkt. Gegen Absetzdurchfall sind vorbeugende Maßnahmen jetzt wichtiger denn je.

Ende Juni wird es ernst. Ferkelerzeuger und Aufzuchtbetriebe, die bisher zur Vorbeuge von Absetzdurchfällen oder der Ödemkrankheit Zinkoxid (ZnO) an ihre Ferkel verfüttert haben, müssen sich spätestens jetzt nach Alternativen umschauen. Denn der Einsatz von Zinkoxid wird EU-weit verboten – zumindest in therapeutischen Dosen von etwa 100 mg/kg Körpergewicht. Lediglich als Zusatzkomponente in Ergänzungs- oder Diätfuttermitteln bleibt Zink weiter erlaubt, aber nur mit einem Gehalt von maximal 150 mg Zink/kg Alleinfuttermittel.

Tatsache ist, dass der Verbrauch an Zinkoxid seit Beginn des staatlichen Antibiotikamonitorings und der Forderung, Colistin ausschließlich für den Einsatz bei Menschen zu reservieren, deutlich gestiegen ist. Gleichzeitig ging der Neomycin- und Colistinverbrauch deutlich zurück.

Wieder mehr Coliprobleme?

Und nun? Führt das Zinkverbot womöglich wieder zu mehr Ödem- und Durchfallproblemen? Nicht unbedingt, darin sind sich Experten einig. Allerdings müssen Ferkelerzeuger und Aufzuchtbetriebe wieder mehr Energie in vorbeugende Maßnahmen investieren. Wichtig ist zunächst eine optimale Biestmilchversorgung, denn über das Kolostrum werden die Ferkel passiv gegen Colikeime immunisiert. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Sauen vorab schon einmal Kontakt mit den jeweiligen Erregern hatten.

Ziel ist es, ausgeglichene und vitale Würfe abzusetzen, die dann in der Aufzucht problemlos durchstarten können. Inhomogene Würfe lassen sich durch Zufüttern von Milchersatzprodukten oder gezieltes Versetzen von Ferkeln ausgleichen. Je nachdem, wie viele funktionsfähige bzw. milchliefernde Zitzen die Sauen aufweisen, werden die Ferkel innerhalb einer Abferkelgruppe versetzt. Dabei gilt: so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Ideal eignet sich für das Versetzen der Zeitraum von 24 bis 48 Stunden nach der Geburt.

Biestmilchaufnahme wichtig

Wichtig ist, dass alle Ferkel vor dem Versetzen genügend Biestmilch aufgenommen haben. Um dies zu gewährleisten, praktizieren Betriebe mit hoch fruchtbaren Sauen häufig das Wechselsäugen, das sogenannte Split-Suckling....

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