Tierschutzgesetzgebung

Fünf EU-Länder fordern mehr Rechte für Nutztiere

Dänemark, Deutschland, Belgien, Schweden und die Niederlande fordern mehr spezifische Rechtsvorschriften für Nutztiere. Die EU müsse so dem Wunsch der Verbraucher nach mehr Tierwohl nachkommen.

Dänemark, Deutschland, Belgien, Schweden und die Niederlande haben die Europäische Kommission dazu aufgefordert, ihre Tierschutzgesetzgebung zu verschärfen. Beim dem kürzlich in Luxemburg abgehaltenen Agrarrat legten die fünf EU-Länder unter Federführung Dänemarks ein Papier vor, in dem auf den zunehmenden Wunsch der EU-Bürger nach mehr Tierwohl verwiesen wird. Diesem müsse Rechnung getragen werden.

Dazu sollten nach dem Willen der fünf Mitgliedstaaten die zu dieser Thematik in der Farm-to-Fork-Strategie aufgestellten Forderungen in legislative Rechtstexte gegossen werden. Neben einer Revision der geltenden Vorgaben fordern sie auch neue spezifische Rechtsvorschriften für Tiere, die im Rahmen wirtschaftlicher Tätigkeiten gehalten oder gehandelt werden und für die es bislang nur sehr allgemeine oder keine Rechtsvorschriften gibt.

Klöckner: Gesamtes Leben der Tiere im Fokus

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner betonte, die bestehenden Tierschutzmaßnahmen müssten noch stärker harmonisiert, verbessert und an den Bedürfnissen der Tiere ausgerichtet werden. „Mit unserem Positionspapier legen wir konkrete Vorschläge für einzelne Nutztierarten, aber auch für Haustiere auf den Tisch, um das Tierwohl zu verbessern“, erklärte die CDU-Politikerin. Damit wolle man gemeinsam europäisch vorangehen und neue, notwendige Tierwohlmaßnahmen abgestimmt anstoßen. Klöckner zufolge gilt es, die gesamte Lebensspanne der Tiere in den Blick zu nehmen - von der Geburt über die Haltung und den Transport bis hin zur Schlachtung von Nutztieren.