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ITW rät zu staatlichem Tierwohllabel mit Breitenwirkung

Die Initiative Tierwohl (ITW) startet im April mit der Kennzeichnung von Geflügelfleisch im Supermarktregal. Die Arbeiten am staatlichen Tierwohllabel beäugt die ITW mit Interesse. Einen Übergang der ITW in die Einstiegsstufe des staatlichen Labels sieht sie jedoch eher für langfristig als realistisch an.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Initiative Tierwohl (ITW) startet im April mit der Kennzeichnung von Geflügelfleisch im Supermarktregal. Die Arbeiten am staatlichen Tierwohllabel beäugt die ITW mit Interesse. Einen Übergang der ITW in die Einstiegsstufe des staatlichen Labels sieht sie jedoch eher für langfristig als realistisch an.


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Die Initiative Tierwohl betont auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin, dass sie auf die vielfache Kritik an ihr aus den vergangenen Jahren und Monaten eingeht. Im kommenden April sollen die ersten mit Label gekennzeichneten Geflügelfleischprodukte in den Läden liegen. Das entsprechende Label stellte der ITW-Geschäftsführer, Alexander Hinrichs am Donnerstag auf der IGW vor. Auch für Schweinefleisch habe die ITW die Kennzeichnung mit Label konkret vor, das sei „ein erklärtes Ziel der Initiative Tierwohl“, sagte Hinrichs. Allerdings brauche die Umsetzung wegen der vielen Teilstücke und der breiter verzweigten Produktion von Schweinefleisch noch mehr Zeit, erläuterte Hinrichs weiter.


Die politischen Arbeiten an einem staatlichen Tierwohllabel beäugt die Initiative genau und versucht sich mit ihrem Angebot dafür unverzichtbar zu machen. „Man kommt beim Tierwohl nicht um die ITW herum“, sagte Hinrichs. Dass die ITW künftig als Einstiegsstufe für ein staatliches Tierwohllabel fungieren könnte, will Hinrichs nicht ausschließen. Bisher sieht er die Kriterien, die das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) für die Einstiegsstufe des Tierwohllabels vorgesehen hat, für zu hoch dafür, an dass die ITW mitmachen könne. „Ziel sollte sein, möglichst viele Tierhalter in der Einstiegsstufe mitzunehmen“, sagte Hinrichs. Die ITW würde das erfüllen, die bisherigen Kriterien des BMEL nicht, argumentierte er. „Wir werden unser System bis 2020 weiter führen, wenn sich vorher gute oder bessere Ansätze ergeben, werden wir das prüfen“, sagte Hinrichs.


Die neue Kennzeichnung (Nämlichkeit) bei der ITW würde nichts an der Finanzierung der ITW ändern, berichtete Hinrichs. Die teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen würden auch weiterhin je verkauftem kg Geflügel- und Schweinefleisch sowie Wurst egal aus welcher Haltung 6,26 Cent in den Fonds einzahlen. Damit würde ein Anteil von 83 Prozent des im Handel vermarkteten Fleisches erreicht. Auf den teilnehmenden landwirtschaftlichen Betrieben ist von der ITW jedoch keine „Hofkennzeichnung“ etwa mit einem Schild vorgesehen.


Mit einem Ideenwettbewerb für die Landwirtschaft will die ITW im kommenden Jahr kurzfristige und praxisnahe Verbesserungen für Tierwohlmaßnahmen anschieben. Außerdem will stärker in Beratung und Weiterbildung von Landwirten investieren. Fortschritte erhofft sich die ITW auch bei der Etablierung und Auswertung von Schlachtbefunddaten, die den teilnehmenden Tierhaltern Rückschlüsse aus ihren Maßnahmen ermöglichen sollen.

Das vergangene Woche vorgestellte eigene Tierwohllabel der beiden ITW-Partner Aldi Nord und Süd sieht Hinrichs nicht als Konkurrenz an. „Die neue Marke von Aldi kann eine Ergänzung zur ITW und auch zum Biosegment sein“, sagte Hinrichs.


Vehement warb Hinrichs jedoch um weitere Teilnehmer an der ITW aus dem Handel und vor allem von den Großverbrauchern und der Gastronomie. Es sei ihm unerklärlich, warum sich vor allem die Großverbraucher bisher komplett der ITW verschließen würden. Hinrichs äußerte außerdem die Hoffnung, auch wieder die Tierschutzverbände mit ins Boot zu bekommen.

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