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ITW-Schweine: Stückzahlen reichen aus - Schlachter bremsen

Die schlechten Nachrichten am Schweinemarkt reißen nicht ab. Wer aktuell auf den ITW-Zug aufspringen will, muss warten. Besser sieht es bei ITW-Ferkeln aus.

Lesezeit: 3 Minuten

Der schwache Fleischabsatz belastet offenbar auch den Markt für ITW-Schweine. Das Fleisch dieser Tiere wird vor allem als Frischfleisch von den teilnehmenden Lebensmittelhändlern vermarktet und war in den vergangenen Monaten häufig knapper als die reine QS-Ware. Schlachtschweine erzielten sogar Zuschläge auf den normalen ITW-Bonus.

Zuletzt hatten sich etliche Schweinehalter neu für die Initiative Tierwohl angemeldet. Das große Interesse an zusätzlichen Tieren scheint nun nachzulassen. „Derzeit haben wir rund 25 Mio. Mastschweine im ITW-Programm“, erklärt ITW-Geschäftsführer Robert Römer. Das entspricht in etwa jedem zweiten in Deutschland erzeugten Schlachtschwein. „Wir scheinen aktuell an einem Punkt zu sein, an dem das Angebot größer als die Nachfrage ist“, sagt Römer.

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Keine Aufschläge mehr auf den Bonus?

Das zeigt sich auch auf dem Markt: So wird das Unternehmen Tönnies ab dem 19.05.2022 keinen freiwilligen Zuschlag mehr für Schlachtschweine der Initiative Tierwohl (ITW) zahlen. Diese Maßnahme gilt für alle Schlachtstandorten der Tönnies-Gruppe, heißt es in einem Schreiben an die Lieferanten.

Dabei wurde der Zuschlag erst am 7.2.2022 eingeführt. Der Konzern aus Rheda-Wiedenbrück bezahlt diesen Zuschlag von 0,01 €/ kg SG für ITW-Tiere zusätzlich zu dem üblichen ITW-Bonus von 5,28 € pro Tier.

Tönnies schickt Interessenten in die Warteschleife

Tönnies hat aktuell ausreichend ITW-Ware und wird mit Wirkung zum 23.5.2022 die Annahme von ITW-Tieren ohne einen aktuelle Liefer- und Abnahmevereinbarung ablehnen. Gleichzeitig erklärt das Unternehmen einen Aufnahmestopp für neue Abnahmeverträge bei ITW-Schweinen. „Wir führen aber eine Warteliste für Interessenten“, erklärte ein Sprecher der Tönnies-Gruppe.

Das Unternehmen steht damit nicht allein. Auch bei Westfleisch blitzen ITW-Schweinehalter, die nicht unter Vertrag sind, ab. Das gilt allerdings auch für die normalen QS-Schweine. „Wir nehmen aktuell nur Schlachtschweine von unseren Partnerbetrieben ab“, heißt es in der Westfleischzentrale in Münster.

Nachfrageschwäche ist Momentaufnahme

Die Vertreter der roten Seite warnen allerdings vor voreiligen Schlüssen. Aktuell brauche man keine zusätzlichen Tiere. Das könne sich aber ändern, wenn der Absatz im LEH wieder anzieht oder neue Käufer z.B. in der Verarbeitung ITW-Ware bräuchten.

Das bestätigt auch Römer von ITW und sieht zwei Wege für mehr ITW-Nachfrage: „Entweder die Verbraucher kaufen wieder mehr Schweinefleisch bei den teilnehmenden Händlern, oder es machen weitere Unternehmen mit.“ Größeres Wachstumspotenzial gebe es aber nur, wenn weitere Lebensmitteleinzelhändler oder Unternehmen aus der Großgastronomie mitmachen würden.

ITW-Ferkel sind weiter gesucht

Gesucht sind hingegen ITW-Ferkel. „Wir kommen derzeit auf rund 13 Mio. Ferkel pro Jahr“, sagt Römer. Der Bedarf sei hier noch lang nicht gedeckt.

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