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Initiative Tierwohl

ITW weitet Siegel auf Schweinefleischprodukte aus

Die ITW startet im Januar 2021 in die dritte Programmphase. Für die Unterstützung der Schweinehalter erhält die ITW eine Sonderzahlung in Höhe von 50 Mio. € von Lidl und Kaufland als Unterstützung

Lesezeit: 4 Minuten

Die Initiative Tierwohl (ITW) plant die weitere Verbreitung ihres Siegels. Im Januar 2021 starte ein neues Programm für die Landwirte, das auch für Schweinefleischprodukte eine Kennzeichnung mit dem ITW-Siegel in großem Umfang ermögliche, teilte der Geschäftsführer der Initiative Tierwohl, Dr. Alexander Hinrichs Ende Dezember 2020 mit. Nach seinen Angaben stammen bereits jetzt rund 70 % des in Deutschland geschlachteten Geflügels und 24 % der in Deutschland erzeugten Mastschweine aus teilnehmenden ITW-Betrieben. Bislang seien für das neue Programm ab 2021 jährlich 14,6 Mio. Mastschweine angemeldet; das entspreche einer Steigerung des Marktanteils bei Schwein auf rund 30 %. Für die Unterstützung der Schweinehalter, die in der nächsten Programmphase mitmachen und so zur Steigerung des Tierwohls und der weiteren Verbreitung des ITW-Siegels auf Schweinefleischprodukten beitragen, erhält die Initiative nach eigenen Angaben Anfang 2021 eine zusätzliche finanzielle Förderung in Höhe von 50 Mio €. Die Schwarz Gruppe mit Lidl und Kaufland habe diese Mittel vor dem Hintergrund der aktuell äußerst schwierigen Situation der Schweinehalter zur Verfügung gestellt, berichtete die ITW. Alle an der Programmphase 2021 bis 2023 teilnehmenden schweinehaltenden Betriebe erhielten eine Einmalzahlung von 3.000 €, wenn sie bis spätestens 30. Juni 2021 ein ITW-Audit erfolgreich bestanden hätten. Zusätzlich werde Ferkelerzeugern über die gesamte Programmlaufzeit eine um 1 € erhöhte Vergütung von dann insgesamt 4,07 € pro Tier gewährt. Darüber hinaus werde den Schweinemästern für jedes Mastschwein, das im Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2021 geschlachtet werde, neben dem bereits festgelegten Tierwohlentgelt in Höhe von 5,28 € ein zusätzlicher Aufschlag von 1 € bereitgestellt, der direkt aus dem Fonds der ITW an die Tierhalter ausgezahlt werde. Das hätten die ITW-Gesellschafter in Abstimmung mit Lidl und Kaufland beschlossen.

Große Herausforderung für Branche

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Hinrichs wies darauf hin, dass die Kennzeichnung von Schweinefleisch mit dem ITW-Siegel ab Juli 2021 und die damit verbundene notwendige Ausweitung der ITW eine enorme Herausforderung für die Branche sei. Insbesondere für die Schweinehalter seien die damit verbundenen strategischen Entscheidungen für ihren Betrieb von großer Tragweite. Deshalb sei es erfreulich, dass die Initiative Tierwohl durch die Sonderzahlung von Lidl und Kaufland eine zusätzliche finanzielle Unterstützung bei dieser Entscheidung geben könne, betonte der Geschäftsführer. Laut Hinrichs haben sich bislang bereits 4.416 Schweinehalter für die neue Programmphase ab 2021 angemeldet. In den Ställen der dann teilnehmenden Sauenhalter, Ferkelaufzüchter und Mäster würden ab 2021 nach derzeitigem Stand jährlich rund 24,7 Mio. Schweine gehalten, darunter 14,6 Mio. Mastschweine. Ab Januar 2021 starte dann die nächste Möglichkeit der Registrierung für schweinehaltende Betriebe.

Steigende Bekanntheit bei Verbrauchern

Erfreut zeigte sich Hinrichs auch darüber, dass die Initiative Tierwohl bei den deutschen Verbrauchern immer bekannter werde und konstant beliebt bleibe. Das habe eine Umfrage ergeben, die man bei der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH in Auftrag gegeben habe und die im Dezember durchgeführt worden sei. Seit nunmehr drei Jahren fänden mehr als 90 % der Verbraucher das ITW-Konzept gut oder sehr gut. Im Dezember 2020 seien es 92 % gewesen, hob der Geschäftsführer hervor. Während im Dezember 2017 noch 41 % der Deutschen von der ITW gehört hätten, seien es nunmehr 68 % und somit mehr als zwei Drittel der Verbraucher. Ein Anteil von 93 % der Befragten habe den Standpunkt vertreten, dass sich alle Lebensmitteleinzelhändler an der Haltungsform-Kennzeichnung beteiligen sollten, und 79 % seien davon überzeugt, dass die Kennzeichnung zu einem bewussteren Einkaufsverhalten der Verbraucher führen werde, bei dem sie das Tierwohl stärker berücksichtigen würden. „Diese Ergebnisse bestätigen die Entscheidung der teilnehmenden Händler, eine gemeinsame und einheitliche Kennzeichnung der Haltungsform einzuführen“, hob Hinrichs hervor. Die Haltungsform-Kennzeichnung sei wahrscheinlich eine der wichtigsten Errungenschaften der letzten Jahre, wenn es darum gehe, den Verbrauchern das Thema „Tierwohl“ näherzubringen.

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