Mehr Tierschutz beim Transport

Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober appelliert die Bundestierärztekammer an die zukünftige Bundesregierung, die Transporte von Schlachttieren nicht aus den Augen zu verlieren und auf eine Überarbeitung der EU-Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport hinzuwirken.

Anlässlich des heutigen Welttierschutztages appelliert die Bundestierärztekammer an die zukünftige Bundesregierung, die Transporte von Schlachttieren nicht aus den Augen zu verlieren und auf eine Überarbeitung der EU-Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport hinzuwirken. „Die derzeit geltende Verordnung ist lückenhaft und regelt nicht alle Probleme zufriedenstellend. So muss zum Beispiel endlich eine maximale Transportzeit für die Tiere festgeschrieben werden, wie es der Bundesrat bereits gefordert hat. Aus tierärztlicher Sicht sollte ein Tiertransport ausnahmslos auf acht Stunden begrenzt sein“, erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Zumindest dürfe es keine Transporte in Drittländer geben, die das europäische Übereinkommen zum Schutz von Tieren beim internationalen Transport nicht unterzeichnet und ratifiziert haben.
 
Das größte Manko sieht die Bundestierärztekammer jedoch in den unzureichenden Kontrollen der Tiertransporte. Das stelle auch der Bericht der EU-Kommission fest. „Uns nutzen die besten Verordnungen und schärfsten Vorgaben nichts, wenn die Umsetzung nicht kontrolliert wird. Dafür bedarf es aber dringend qualifizierten tierärztlichen Überwachungspersonals in den Veterinärämtern“, gibt Mantel zu bedenken. (lh)