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Fleischproduktion

Schweinefleischerzeugung im Abwärtstrend

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 1,9 Mio weniger Schweine zerlegt. Dies ist das geringste Niveau seit 2007. Große Einbußen wegen Corona gab es vor allem in Nordrhein-Westfalen.

Lesezeit: 2 Minuten

Die gewerblich erzeugte Fleischmenge in Deutschland ist 2020 das vierte Jahr in Folge gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am vergangenen Freitag auf Grundlage vorläufiger Daten mitteilte, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 7,82 Mio. t Fleisch in den deutschen Schlachtunternehmen produziert; das waren 126.400 t bzw. 1,6 % weniger als 2019. Geringer war das Fleischaufkommen zuletzt 2009 mit 7,74 Mio. t ausgefallen. Der Höhepunkt der gewerblichen Fleischproduktion wurde 2016 mit 8,28 Mio. t erreicht. Seither ist die Erzeugung um insgesamt 5,5 % gesunken.

Spürbar abwärts ging es im vergangenen Jahr erneut mit der Schweinefleischerzeugung: Die Zahl der gewerblich zerlegten Tiere sank im Vergleich zu 2019 um rund 1,92 Mio. oder 3,5 % auf 53,21 Mio. Stück; dies war das geringste Niveau seit 2007. Dabei nahm das Aufkommen an Schlachtschweinen aus heimischen Ställen um 882.100 Tiere oder 1,7 % auf 50,99 Mio. Stück ab. Die Zahl der hierzulande geschlachteten Schweine aus dem Ausland verringerte sich um 1,04 Mio. oder 31,3 % auf 2,28 Mio. Stück. Insbesondere zum geringeren Auslandsaufkommen trugen auch die coronabedingten Kapazitätsausfälle in mehreren Großschlachthöfen bei, da weniger Schweine und Sauen aus den Nachbarstaaten hier geschlachtet und zerlegt werden konnten.

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Geringere Kapazitäten führten zudem zu einer verzögerten Schweineanlieferung, in deren Folge das durchschnittliche Schlachtgewicht um gut 1 kg auf 95,87 kg pro Tier stieg. Dies milderte das geringere Aufkommen etwas ab. Die Schweinefleischerzeugung ging deshalb „nur“ um 2,4 % auf 5,10 Mio t zurück. Zuletzt war dieses Niveau 2008 unterboten worden. Die meisten Schweine kamen 2020 mit 17,70 Mio. Stück in Niedersachsen an die Haken; der Rückgang gegenüber dem Vorjahr war mit 1,1 % unterdurchschnittlich. In Nordrhein-Westfalen schlugen die Corona-Probleme, wie bei Tönnies, deutlicher zu Buche. Dort verringerte sich das Schlachtaufkommen um fast 1,37 Mio. Tiere bzw. 7,4 % auf 16,98 Mio. Stück. Damit ging Nordrhein-Westfalens Führungsposition in Deutschland an Niedersachsen verloren.

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